Abfälle und Recycling

Entwicklung der Abfallmenge

in Tsd. t

Entwicklung der Abfallmenge (Liniendiagramm)Entwicklung der Abfallmenge (Liniendiagramm)

Die HHLA setzt so weit wie möglich auf Abfallvermeidung bzw. Abfalltrennung, um wiederverwendbare Abfälle dem Ressourcenkreislauf zuzuführen. Höhe und Zusammensetzung der Abfallmengen können im Zeitablauf signifikant variieren. Die Abfallmenge ohne Boden und Bauschutt sank im Berichtsjahr an den Standorten in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 7,0 % auf 8.023 t (im Vorjahr: 8.629 t). Innerhalb der Gesamtabfallmenge verzeichneten die als gefährlich klassifizierten Abfälle eine Steigerung auf 2.398 t (im Vorjahr: 1.311 t). Dieser Mengenanstieg ist maßgeblich auf einen Anstieg der Schlämme aus Öl- und Wasserabscheidern zurückzuführen. Trotz eines Rückgangs um 16,9 % stellten Gewerbeabfall zur Verwertung und gemischte Verpackungen mit einem Anteil von 18,8 % und 1.515 t im Berichtszeitraum die größte Abfallmenge dar. Schlämme aus Öl-/Wasserabscheidern, die insbesondere bei der Reinigung der Großgeräte entstehen, stellten mit 17,1 % den zweitgrößten Anteil der Abfallarten dar. Im Vergleich zum Vorjahr gab es hier eine Steigerung um 126 % auf 1.372 t. Dieses ist neben der durch das Umschlagwachstum notwendigen vermehrten Reinigung der Großgeräte auf den betriebsnotwendigen Umbau einer Wasseraufbereitungsanlage zurückzuführen. Die Entsorgungsmenge von Fruchtabfall und Lebensmittelabfällen wie Bananen, Ananas oder Kartoffeln ging im Berichtsjahr um 48,7 % oder 1.131 t auf 1.191 t zurück. Auf diese Mengen hat die HHLA keinen Einfluss, da diese zu entsorgende Abfallart im Regelfall bereits ungeeignet zum Verzehr in Hamburg ankommt. Ein großer Anteil davon wurde der stofflichen Wiederverwertung zur Herstellung von Biogas zugeführt. Auf diese Weise wurden 2017 rund 180.000 kWh Strom CO2-frei erzeugt. Im Berichtszeitraum stieg die Menge des vollständig dem Recycling zugeführten Metallschrotts um 5,8 % auf 1.169 t. Verpackungen aus Papier und Pappe sanken um 15,1 % auf 573 t, während der Rückgang von Alt- und Bauholz mit 49,3 % signifikant war.

Ressourcenschonendes Handeln auf den Terminals spiegelte sich auch in der Verwendung von insgesamt 18.881 t (im Vorjahr: 31.000 t) recyceltem Baumaterial bei der Instandhaltung der Terminalflächen im Jahr 2017 wider. Hiervon entfiel der größte Teil mit 10.293 t auf Asphaltrecycling. 3.814 t Elektroofenschlacke wurden beim Umbau eines Containerbahnhofs am Container Terminal Burchardkai eingesetzt. Elektroofenschlacke entsteht beim Einschmelzen von Stahlschrott und mineralischen Zuschlägen im Elektrolichtbogenofen und wird als Tragmaterial auf den Terminalflächen einer weiteren Verwendung zugeführt. 3.177 t Müllverbrennungsanlagen-Schlacke, die mit Zement gebunden wird wurden ebenfalls beim Bahnhofsumbau eingesetzt. Zusätzlich wurden 1.597 t recycelte Betonmineralgemische zur Flächensanierung einer erneuten Nutzung zugeführt.