Ertragslage
Der Containerumschlag an den HHLA-Containerterminals ging in den ersten drei Monaten 2026 gegenüber dem Vergleichszeitraum um 5,3 % auf 1.462 Tsd. TEU zurück (im Vorjahr: 1.544 Tsd. TEU). Neben den geopolitischen Spannungen beeinträchtigte insbesondere ein starker Wintereinbruch zu Jahresbeginn die Abfertigung und das wasserseitige Umschlagvolumen. Insbesondere die Überseeverkehre mit den Fahrtgebieten Nordamerika und Fernost, vor allem China, entwickelten sich rückläufig.
An den internationalen Containerterminals stieg das Umschlagvolumen im Berichtszeitraum hingegen deutlich an. Wesentlicher Treiber war neben geplanten Mengenzuwächsen bei HHLA PLT Italy vor allem eine höhere wasserseitige Umschlagmenge am Container Terminal Odessa (CTO).
Der Containertransport verringerte sich im Berichtszeitraum um 1,5 % auf 489 Tsd. TEU (im Vorjahr: 496 Tsd. TEU). Auch hier belasteten die schwierigen Witterungsbedingungen zu Jahresbeginn die Leistungsentwicklung.
Die Umsatzerlöse des HHLA-Konzerns erhöhten sich im Mitteilungszeitraum um 3,5 % auf 450,9 Mio. € (im Vorjahr: 435,6 Mio. €). Die gegenläufige Entwicklung zu den Leistungsdaten resultierte im Wesentlichen aus zusätzlichen Lagergelderlösen sowie einem vorteilhaften Modalsplit im Segment Container sowie aus erforderlichen Preisanpassungen und dem gestiegenen Bahnanteil im Segment Intermodal.
Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik verzeichnete im Berichtszeitraum einen moderaten Umsatzanstieg auf 441,8 Mio. € (im Vorjahr: 426,3 Mio. €). Die Umsatzerlöse im nicht börsennotierten Teilkonzern Immobilien beliefen sich auf 11,6 Mio. € (im Vorjahr: 11,6 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen um 9,6 % auf 14,2 Mio. € zurück (im Vorjahr: 15,7 Mio. €). Im Vorjahr war im Zusammenhang mit der Umstrukturierung des O’Swaldkais und der Übergabe eines Objekts an die Stadt Hamburg ein einmaliger Ertrag von rund 1,7 Mio. € erfasst worden.
Die operativen Aufwendungen erhöhten sich um 4,8 % auf 437,6 Mio. € (im Vorjahr: 417,4 Mio. €). Maßgeblich hierfür waren insbesondere der Anstieg des Personalaufwands sowie höhere Abschreibungen. Der Personalaufwand erhöhte sich – neben der tariflichen Entwicklung – vor allem infolge der witterungsbedingt geringeren Produktivität im Containerbereich sowie der Geschäftsausweitung im Bahntransport. Der Abschreibungsaufwand stieg insbesondere durch die Abnahme neuer Containerbrücken sowie die Aktivierung der Werkstatt am CTB. Höhere Leasingaufwendungen im Bahntransport führten zudem zu einem moderaten Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Materialaufwand war hingegen leicht rückläufig.
Das Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich im Mitteilungszeitraum um 6,3 % auf 30,5 Mio. € (im Vorjahr: 32,5 Mio. €). Die EBIT-Marge betrug 6,8 % (im Vorjahr: 7,5 %). Im Teilkonzern Hafenlogistik sank das EBIT um 5,5 % auf 27,2 Mio. € (im Vorjahr: 28,8 Mio. €), während sich im Teilkonzern Immobilien ein Rückgang um 12,3 % auf 3,2 Mio. € ergab (im Vorjahr: 3,7 Mio. €).
Der Nettoaufwand aus dem Finanzergebnis erhöhte sich um 3,1 Mio. € bzw. 25,0 % auf 15,4 Mio. € (im Vorjahr: 12,3 Mio. €).
Die effektive Steuerquote des Konzerns lag mit 61,7 % deutlich über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 34,7 %). Ursache hierfür waren unterjährige Verluste einzelner inländischer Gesellschaften, für die zum Stichtag keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Dadurch erhöhte sich der ausgewiesene Steueraufwand im Verhältnis zum Ergebnis erheblich.
Das Ergebnis nach Steuern ging um 7,4 Mio. € auf 5,8 Mio. € (im Vorjahr: 13,2 Mio. €) zurück. Das Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter lag mit 0,9 Mio. € stark unter dem Vorjahresergebnis (im Vorjahr: 7,9 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,01 € (im Vorjahr: 0,10 €). Das Ergebnis je Aktie im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik belief sich auf - 0,01 € (im Vorjahr: 0,08 €). Im nicht börsennotierten Teilkonzern Immobilien lag das Ergebnis je Aktie mit 0,62 € unter dem Vorjahresniveau (im Vorjahr: 0,77 €). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) erreichte einen Wert von 4,2 % (im Vorjahr: 5,1 %).