Segment Container
in Mio. € |
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Veränderung |
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Umsatzerlöse |
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215,9 |
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206,4 |
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4,6 % |
EBITDA |
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37,9 |
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40,7 |
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- 6,9 % |
EBITDA-Marge in % |
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17,5 |
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19,7 |
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- 2,2 PP |
EBIT |
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12,8 |
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18,0 |
|
- 28,6 % |
EBIT-Marge in % |
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5,9 |
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8,7 |
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- 2,8 PP |
Containerumschlag in Tsd. TEU |
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1.462 |
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1.544 |
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- 5,3 % |
Im ersten Quartal 2026 ging der Containerumschlag gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 5,3 % auf 1.462 Tsd. Standardcontainer (TEU) zurück (im Vorjahr: 1.544 Tsd. TEU). Neben geopolitischen Herausforderungen beeinträchtigte insbesondere ein starker Wintereinbruch zu Jahresbeginn die Abfertigung und das wasserseitige Umschlagvolumen. Organisatorische Maßnahmen trugen dazu bei, die Auswirkungen abzufedern, konnten diese jedoch nicht vollständig kompensieren.
An den Hamburger Containerterminals lag der Umschlag mit 1.374 Tsd. TEU um 6,6 % unter dem Vorjahresniveau (im Vorjahr: 1.472 Tsd. TEU). Ausschlaggebend hierfür war insbesondere der witterungsbedingt schwache Jahresauftakt, der sich über alle Fahrtgebiete hinweg belastend auswirkte. Im weiteren Verlauf des ersten Quartals stabilisierte sich die Lage jedoch weitgehend. Davon unabhängig war die Entwicklung einzelner Fahrtgebiete weiterhin von dienst‑ und kundenbezogenen Verschiebungen infolge der Neuordnung von Allianzen geprägt. So entwickelten sich die Mengen der Überseeverkehre mit den Fahrtgebieten Nordamerika und Fernost, insbesondere China, rückläufig. Zusätzliches Umschlagvolumen aus den Fahrtgebieten Australien, dem Mittleren Osten sowie aus dem Verkehr mit anderen europäischen Hochseehäfen – vor allem aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden – konnte diese Effekte nur teilweise ausgleichen.
Auch die Mengen der Zubringerverkehre (Feeder) nahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich ab. Insbesondere die Verkehre aus Skandinavien, Litauen und dem Vereinigten Königreich waren stark rückläufig. Positiv entwickelten sich hingegen die Ladungsmengen aus Deutschland und Polen. Die Feederquote am wasserseitigen Umschlag lag bei 19,3 % (im Vorjahr: 20,0 %).
Die internationalen Containerterminals verzeichneten unterdessen einen starken Anstieg des Umschlagvolumens um 21,5 % auf 88 Tsd. TEU (im Vorjahr: 72 Tsd. TEU). Hierzu trugen neben geplanten Mengenzuwächsen bei HHLA PLT Italy vor allem höhere wasserseitige Umschlagmengen am Container Terminal Odessa (CTO) bei. Demgegenüber gingen die wasserseitigen Umschlagvolumen am Multifunktionsterminal HHLA TK Estonia geringfügig zurück.
Trotz der rückläufigen Mengenentwicklung stiegen die Umsatzerlöse des Segments Container im Berichtszeitraum aufgrund zusätzlicher Lagergelderlöse infolge längerer Verweildauern sowie vorteilhafter Verschiebungen im Modalsplit um 4,6 % auf 215,9 € (im Vorjahr: 206,4 Mio. €). Darüber hinaus wirkte sich die positive Entwicklung an den internationalen Containerterminals der HHLA umsatzsteigernd aus, getragen von einer insgesamt positiven Mengen- und Erlösentwicklung.
Die im Betriebsergebnis berücksichtigten sonstigen betrieblichen Erträge und die Aufwendungen – zusammen als EBIT-Kosten definiert – nahmen im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres per Saldo um 9,9 % zu. Ein Treiber dieser Entwicklung war u. a. der deutlich gestiegene Personalaufwand, der im Wesentlichen auf die Tarifentwicklung sowie den zusätzlichen Einsatz von Mitarbeitenden aus dem Pool des Gesamthafenbetriebs (GHB) zurückzuführen ist. Zwar verbesserte sich die Produktivität im März gegenüber den Vormonaten, witterungsbedingt lag sie jedoch insgesamt unter dem Niveau des ersten Quartals 2025. Darüber hinaus lagen die Aufwendungen für Beratungen und Dienstleistungen sowie die Aufwendungen für bezogene Leistungen und Fremdleistungen, insbesondere für Instandhaltung, signifikant über dem Vorjahr. Auch der Abschreibungsaufwand erhöhte sich stark, z. B. durch die Abnahme neuer Containerbrücken sowie die Aktivierung der Werkstatt am Container Terminal Burchardkai (CTB). Gegenläufig wirkten sich die weiter durchgeführten Maßnahmen zur Ergebnissicherung an den Hamburger Containerterminals sowie weitere Effekte aus den umfangreichen Transformationsprozessen im Segment Container aus. Der Materialaufwand war mengenbedingt rückläufig. Die erhöhten Treibstoffkosten infolge der geopolitischen Spannungen im Nahen und Mittleren Osten wirkten sich erst im März spürbar aus. Aufgrund des bereits weit fortgeschrittenen Elektrifizierungsgrades der Anlagen machten die Treibstoffkosten dabei lediglich rund 30 % der Energiekosten aus.
Belastet durch den deutlichen Anstieg der Aufwendungen sank das Betriebsergebnis (EBIT) um 28,6 % auf 12,8 Mio. € (im Vorjahr: 18,0 Mio. €). Die EBIT-Marge ging um 2,8 Prozentpunkte auf 5,9 % zurück (im Vorjahr: 8,7 %).
Im Jahr 2026 setzt die HHLA ihre Investitionen in klimafreundliche und moderne Terminaltechnik zur weiteren Steigerung der Effizienz und des Automatisierungsgrads fort. Am Container Terminal Altenwerder (CTA) befinden sich mittlerweile 19 batteriebetriebene elektrische Zugmaschinen im Einsatz; die Übernahme einer letzten Terberg‑Zugmaschine ist aktuell in Vorbereitung. Die erforderliche Ladeinfrastruktur ist vollständig vorhanden, sodass die Elektrifizierung der Hinterlandflotte damit abgeschlossen wird.
Die im Rahmen des IHATEC‑Projekts „Containerterminal 4.0“ begonnene Automatisierung eines Bahnkrans befindet sich weiterhin in der Test‑ und Integrationsphase. Die Inbetriebnahme des fünften Bahnkrans ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Zudem wird das erste Los von drei neuen Zwei‑Katz‑Containerbrücken im April 2026 an den Betrieb übergeben. Nach Anlieferung des zweiten Loses ist die Montage der weiteren drei Containerbrücken geplant; die Beauftragungen des dritten und vierten Loses sind bereits erfolgt. Der erforderliche Rückbau weiterer ZPMC‑Containerbrücken befindet sich in der Umsetzung.
Am CTB werden die Arbeiten an den Blöcken 28 und 29 des Lagerkransystems fortgesetzt, zudem werden die Tests auf der neuen AGV‑Fläche weitergeführt. Das im Rahmen des AGV‑Projekts neu errichtete Werkstattgebäude ist bereits in Betrieb. Für den Liegeplatz 1/2 sind drei neue Containerbrücken zur Abfertigung von 24-Tsd.-TEU-Schiffen in der Beschaffung.
Am Container Terminal Tollerort (CTT) wurde eine Anzahlung für acht im Bau befindliche Hybrid-Van-Carrier geleistet, deren Übernahme für das vierte Quartal des laufenden Geschäftsjahres geplant ist. Zudem wurde mit der Erweiterung der Umschlagflächen für Airbus‑Flugzeugteile begonnen, wodurch die Umschlagkapazität für diese Stückgüter erhöht werden soll.