Halbjahresfinanzbericht Januar – Juni 2026

HHLA-Aktie

Börsendaten

31.12.2025 – 30.06.2026

 

HHLA

 

DAX

 

SDAX

Veränderung

 

1,9 %

 

2,1 %

 

5,1 %

Schlussstand 31.12.2025

 

21,40

 

24.490

 

17.175

Schlussstand 30.06.2026

 

21,80

 

24.996

 

18.046

Höchststand

 

23,30

 

25.421

 

19.147

Tiefststand

 

21,30

 

22.301

 

15.734

Deutscher Leitindex trotz hoher Volatilität im Plus

Das erste Halbjahr 2026 war an den deutschen Aktienmärkten von einer hohen Volatilität geprägt. Die Leitindizes starteten zunächst mit deutlichen Kursgewinnen in das Börsenjahr. So erreichte der DAX bereits Mitte Januar mit 25.421 Punkten seinen höchsten Schlusskurs der ersten sechs Monate. Im weiteren Verlauf belasteten jedoch geopolitische Spannungen, handelspolitische Unsicherheiten und schwankende Konjunkturerwartungen die Aktienmärkte. In diesem Umfeld fiel der DAX bis Ende März auf seinen Halbjahrestiefststand von 22.301 Punkten. Im zweiten Quartal erholten sich die Aktienmärkte zeitweise, begünstigt durch Hoffnungen auf eine Entspannung der geopolitischen Konflikte und rückläufige Energiepreise. Zum 30. Juni 2026 schloss der deutsche Leitindex bei 24.996 Punkten und lag damit 2,1 % über dem Schlusskurs zum Jahresende 2025. Der SDAX entwickelte sich im gleichen Zeitraum dynamischer und schloss das erste Halbjahr bei 18.046 Punkten, was einem Anstieg von 5,1 % gegenüber dem Schlusskurs zum Jahresende 2025 entsprach.

Kursverlauf Januar bis Juni 2026

Schlusskurse indiziert, in %

Kursverlauf Januar bis Juni 2026 (Diagramm)
Quelle: Datastream

HHLA‑Aktie vom Squeeze-out-Verfahren geprägt

Die HHLA-Aktie entwickelte sich im ersten Halbjahr 2026 insgesamt stabil. Ausgehend von einem Schlusskurs von 21,40 € zum Jahresende 2025 bewegte sich der Kurs über weite Strecken in einem vergleichsweise engen Kurskorridor. Im Mittelpunkt des Anlegerinteresses standen das laufende Verfahren zur Übertragung der A-Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE (PoH) als Hauptaktionärin sowie die operative Geschäftsentwicklung der HHLA.

Nach der Veröffentlichung des Übertragungsverlangens durch die PoH am 5. Januar 2026 richtete sich die Aufmerksamkeit des Kapitalmarkts zunächst auf den weiteren Fortgang des Squeeze-out-Verfahrens. Mitte Februar rückte die operative Entwicklung der HHLA stärker in den Fokus der Anleger. Die veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen zeichneten dabei ein gemischtes Bild: Einer robusten operativen Entwicklung in einem herausfordernden Marktumfeld standen Belastungen des Jahresergebnisses 2025 durch steuerliche Effekte gegenüber.

Die Veröffentlichung der testierten Geschäftszahlen am 27. März 2026 fiel in eine Phase deutlicher Verunsicherung an den internationalen Kapitalmärkten. Im Zuge dieser Markteintrübung gab auch die HHLA-Aktie nach und fiel zeitweise unter die 22-€-Marke.

Mit der Bekanntgabe der Barabfindung von 21,16 € je A-Aktie am 21. April 2026 gab der Aktienkurs erneut leicht nach. Im weiteren Verlauf stabilisierte er sich in einer Bandbreite zwischen 21,60 € und 22,00 €.

Zum 30. Juni 2026 schloss die HHLA-Aktie bei 21,80 € und lag damit um 2,3 % über dem Schlusskurs zum Jahresende 2025. Weitere Informationen zur Kursentwicklung und rund um die HHLA-Aktie sind zu finden unter www.hhla.de/investoren/aktie.

HV beschließt Übertragung auf Hauptaktionärin

Die ordentliche Hauptversammlung der HHLA fand am 11. Juni 2026 erneut in virtueller Form statt. Aktionärinnen und Aktionäre konnten die Veranstaltung über das Aktionärsportal verfolgen und ihre Rechte im Wege elektronischer Kommunikation ausüben.

Im Mittelpunkt der Hauptversammlung stand die Beschlussfassung über die Übertragung der A-Aktien der Minderheitsaktionäre auf die PoH als Hauptaktionärin gegen Gewährung einer Barabfindung in Höhe von 21,16 € je A-Aktie. Dem Beschlussvorschlag wurde mit 99,54 % der abgegebenen gültigen Stimmen zugestimmt. Damit wurde der aktienrechtliche Squeeze-out mit deutlicher Mehrheit beschlossen.

Auch den weiteren Beschlussvorschlägen stimmte die Hauptversammlung mit großer Mehrheit zu. So wurde u. a. beschlossen, für das Geschäftsjahr 2025 keine Dividende auszuschütten. Ausschlaggebend hierfür waren die durch steuerliche Effekte belasteten Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 sowie die weiterhin hohen Investitionen des Konzerns. Zudem wurden Marcus Vitt, Dr. Andreas Dressel und Katharina Kriston als Mitglieder des Aufsichtsrats gewählt. Weitere Informationen zur Hauptversammlung unter www.hhla.de/hauptversammlung.

Der Squeeze-out wird erst mit Eintragung des Übertragungsbeschlusses in das Handelsregister wirksam. Gegen den Beschluss wurden zwei Anfechtungsklagen erhoben, sodass die Eintragung zum Redaktionsschluss noch ausstand. Die HHLA wird den Kapitalmarkt über den weiteren Verlauf des Verfahrens gesondert informieren.

Aktionärsstruktur börsennotierte A-Aktie

zum 30.06.2026

Aktionärsstruktur (Tortendiagramm)
Quelle: Aktienregister

Aktionärsstruktur bleibt unverändert

Die Zusammensetzung der Aktionärsstruktur blieb gegenüber dem 31. Dezember 2025 unverändert. Die PoH blieb bezogen auf die börsennotierten A-Aktien mit 94,82 % die größte Anteilseignerin. Der freie Streubesitz der A-Aktie lag somit bei 5,18 %.

Bezogen auf das Grundkapital des HHLA-Konzerns hielt die PoH weiterhin HHLA-Aktien in Höhe von 91,41 %. Der Streubesitz lag bezogen auf das Grundkapital bei 5,00 %.

Aktionärsstruktur zum 30.06.2026

 

 

Anzahl Aktien

 

in % vom Konzern- Grundkapital

 

in % vom Grundkapital A-Aktien

Konzern-Grundkapital (A- und S-Aktien)

 

75.219.438

 

100,00

 

Nicht börsennotierte S-Aktien

 

2.704.500

 

3,60

 

Börsennotierte A-Aktien

 

72.514.938

 

96,40

 

100,00

Port of Hamburg SE (PoH) (A-Aktien)

 

68.756.039

 

91,41

 

94,82

Streubesitz (A-Aktien)

 

3.758.899

 

5,00

 

5,18

Quelle: Aktienregister

Dialog mit dem Kapitalmarkt fortgesetzt

Im Mittelpunkt des Dialogs mit dem Kapitalmarkt standen im ersten Halbjahr 2026 insbesondere das laufende Squeeze-out-Verfahren sowie die operative Geschäftsentwicklung der HHLA. Das Investor-Relations-Team stand hierzu institutionellen Investoren und Privatanlegern als Ansprechpartner zur Verfügung und beantwortete insbesondere Fragen zum weiteren Ablauf des Verfahrens sowie zur Unternehmensentwicklung.