Ertragslage
Der Containerumschlag an den HHLA-Containerterminals ging gegenüber dem Vorjahr um 6,7 % auf 2.959 Tsd. TEU zurück (im Vorjahr: 3.172 Tsd. TEU). Ausschlaggebend waren fortlaufende Modernisierungsmaßnahmen an den Hamburger Containerterminals, der witterungsbedingt schwache Jahresauftakt und rückläufige Mengen in den Fahrtgebieten China und Nordamerika und bei den Zubringerverkehren (Feeder).
Der Containertransport verringerte sich um 1,2 % auf 985 Tsd. TEU (im Vorjahr: 997 Tsd. TEU). Ursächlich waren insbesondere geringere Verkehre mit den adriatischen Seehäfen und im deutschsprachigen Raum sowie die schwierigen Witterungsbedingungen zu Jahresbeginn.
Die Umsatzerlöse des HHLA-Konzerns erhöhten sich im Mitteilungszeitraum um 3,0 % auf 910,9 Mio. € (im Vorjahr: 884,5 Mio. €). Die gegenläufige Entwicklung zu den Leistungsdaten resultierte insbesondere aus zusätzlichen Lagergelderlösen im Segment Container sowie aus erforderlichen Preisanpassungen und einem veränderten Umsatzmix im Segment Intermodal.
Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz in Höhe von 891,6 Mio. € (im Vorjahr: 865,7 Mio. €). Der Umsatzanstieg verlief nahezu analog zur Entwicklung auf Konzernebene. Der nicht börsennotierte Teilkonzern Immobilien verzeichnete einen Umsatz in Höhe von 24,2 Mio. € (im Vorjahr: 23,4 Mio. €).
Die Bestandsveränderungen erreichten im Berichtszeitraum 0,6 Mio. € (im Vorjahr: - 2,7 Mio. €), die aktivierten Eigenleistungen 5,9 Mio. € (im Vorjahr: 4,2 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen um 8,8 % auf 27,6 Mio. € zurück (im Vorjahr: 30,3 Mio. €). Im Vorjahr waren Erträge aus der Umstrukturierung des O’Swaldkais enthalten, die insbesondere auf die Verlängerung von Mietverträgen sowie die Übergabe von Immobilien zurückzuführen waren.
Die operativen Aufwendungen erhöhten sich um 6,8 % auf 893,6 Mio. € (im Vorjahr: 836,9 Mio. €). Wesentliche Treiber waren neben einem leichten Anstieg im Materialaufwand und moderat gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen insbesondere der deutlich gestiegene Personalaufwand sowie die stark erhöhten Abschreibungen.
Der Materialaufwand stieg im Berichtszeitraum um 1,9 % auf 308,7 Mio. € (im Vorjahr: 302,9 Mio. €) an. Ursächlich waren neben den gestiegenen Treibstoffkosten insbesondere operative Belastungen bei den Bahnverkehren. Die Materialaufwandsquote reduzierte sich auf 33,9 % (im Vorjahr: 34,2 %).
Beim Personalaufwand war ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert um 8,3 % auf 368,0 Mio. € zu verzeichnen (im Vorjahr: 339,9 Mio. €). Neben den Tariferhöhungen wirkten sich insbesondere operative Belastungen im Zusammenhang mit Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen an den Hamburger Containerterminals sowie die Geschäftsausweitung im Intermodalverkehr aufwandssteigernd aus. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich auf 40,4 % (im Vorjahr: 38,4 %).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum moderat um 3,3 % auf 111,9 Mio. € (im Vorjahr: 108,3 Mio. €). Ursächlich hierfür waren vor allem höhere Aufwendungen für kurzfristiges Leasing bei den Bahngesellschaften. Der Anteil am erwirtschafteten Umsatz erhöhte sich auf 12,3 % (im Vorjahr: 12,2 %).
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) ging um 5,4 % auf 156,3 Mio. € zurück (im Vorjahr: 165,2 Mio. €). Die wesentliche Einflussgröße war neben dem Rückgang in den Leistungsdaten der Anstieg im Personalaufwand. Die EBITDA-Marge reduzierte sich auf 17,2 % (im Vorjahr: 18,7 %).
Im Abschreibungsaufwand gab es einen starken Anstieg um 22,3 % auf 105,0 Mio. € (im Vorjahr: 85,9 Mio. €). Maßgeblich hierfür waren die außerplanmäßige Wertberichtigung auf langfristige immaterielle Vermögenswerte bei der omoqo GmbH in Höhe von 9,4 Mio. € sowie die Abnahme neuer Containerbrücken und die Aktivierung der Werkstatt am Container Terminal Burchardkai. Der Anteil am erwirtschafteten Umsatz erhöhte sich auf 11,5 % (im Vorjahr: 9,7 %).
Beim Betriebsergebnis (EBIT) war im Mitteilungszeitraum ein Rückgang um 28,0 Mio. € bzw. 35,3 % auf 51,3 Mio. € (im Vorjahr: 79,4 Mio. €) zu verzeichnen. Die EBIT-Marge betrug 5,6 % (im Vorjahr: 9,0 %). Im Teilkonzern Hafenlogistik reduzierte sich das EBIT um 39,7 % auf 43,7 Mio. € (im Vorjahr: 72,4 Mio. €). Im Teilkonzern Immobilien erhöhte sich das EBIT um 11,0 % auf 7,5 Mio. € (im Vorjahr: 6,7 Mio. €).
Der Nettoaufwand aus dem Finanzergebnis erhöhte sich um 2,6 Mio. € bzw. 9,2 % auf 31,1 Mio. € (im Vorjahr: 28,5 Mio. €).
Die effektive Steuerquote des Konzerns lag mit 83,0 % stark über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 36,8 %). Ursache hierfür waren unterjährige Verluste einzelner inländischer Gesellschaften, für die zum Stichtag keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Dadurch erhöhte sich der ausgewiesene Steueraufwand im Verhältnis zum Ergebnis erheblich.
Das Ergebnis nach Steuern reduzierte sich stark um 89,3 % von 32,1 Mio. € auf 3,4 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter lag mit - 4,2 Mio. € unter dem Vorjahr (im Vorjahr: 19,1 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug - 0,06 € (im Vorjahr: 0,25 €). Das Ergebnis je Aktie im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik belief sich auf - 0,11 € (im Vorjahr: 0,21 €). Im nicht börsennotierten Teilkonzern Immobilien lag das Ergebnis je Aktie mit 1,51 € über dem Vorjahresniveau (im Vorjahr: 1,40 €). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) erreichte einen Wert von 3,5 % (im Vorjahr: 6,0 %).