Segment Container
in Mio. € |
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Veränderung |
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Umsatzerlöse |
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426,6 |
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426,2 |
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0,1 % |
EBITDA |
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69,0 |
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88,4 |
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- 22,0 % |
EBITDA-Marge in % |
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16,2 |
|
20,7 |
|
- 4,5 PP |
EBIT |
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17,2 |
|
42,8 |
|
- 59,9 % |
EBIT-Marge in % |
|
4,0 |
|
10,0 |
|
- 6,0 PP |
Containerumschlag in Tsd. TEU |
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2.959 |
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3.172 |
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- 6,7 % |
Im ersten Halbjahr 2026 entwickelte sich der Containerumschlag an den Containerterminals der HHLA rückläufig und sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um 6,7 % auf 2.959 Tsd. Standardcontainer (TEU) (im Vorjahr: 3.172 Tsd. TEU).
An den Hamburger Containerterminals lag der Umschlag mit 2.786 Tsd. TEU um 7,3 % unter dem Vorjahresniveau (im Vorjahr: 3.006 Tsd. TEU). Neben dem witterungsbedingt schwachen Jahresauftakt wurde die Umschlagentwicklung durch die fortlaufenden Modernisierungsmaßnahmen an den Hamburger Containerterminals beeinflusst. Zusätzliche Belastungen ergaben sich durch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie die daraus resultierenden Anpassungen internationaler Transport- und Warenströme. Darüber hinaus blieb die Entwicklung einzelner Fahrtgebiete von dienst- und kundenbezogenen Verschiebungen infolge der Neuordnung von Allianzen geprägt. So entwickelten sich die Mengen der Überseeverkehre mit den Fahrtgebieten Nordamerika und Fernost, insbesondere China, rückläufig. Zusätzliches Umschlagvolumen aus den Fahrtgebieten Australien und Mittleren Osten sowie aus dem Verkehr mit anderen europäischen Hochseehäfen – insbesondere aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich – konnte diese Effekte nur teilweise ausgleichen.
Auch die Mengen der Zubringerverkehre (Feeder) nahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich ab. Insbesondere die Verkehre aus Skandinavien, Litauen und dem Vereinigten Königreich waren stark rückläufig. Positiv entwickelten sich hingegen die Ladungsmengen aus Deutschland, den Niederlanden und Polen. Die Feederquote am wasserseitigen Umschlag lag bei 19,5 % (im Vorjahr: 19,6 %).
Die internationalen Containerterminals verzeichneten währenddessen einen Anstieg des Umschlagvolumens um 4,6 % auf 173 Tsd. TEU (im Vorjahr: 165 Tsd. TEU). Maßgeblich hierfür war der stark erhöhte wasserseitige Umschlag am Container Terminal Odessa (CTO). Die wasserseitigen Umschlagvolumen an den Multifunktionsterminals HHLA TK Estonia und HHLA PLT Italy gingen dagegen zurück. Ursache waren u. a. die schwierige wirtschaftliche Situation in Estland sowie Re-Routungen im Mittelmeer infolge der geopolitischen Spannungen.
Trotz der rückläufigen Mengenentwicklung lagen die Umsatzerlöse des Segments Container im Berichtszeitraum aufgrund zusätzlicher Lagergelderlöse infolge längerer Verweildauern mit einem geringfügigen Anstieg um 0,1 % auf 426,6 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau (im Vorjahr: 426,2 Mio. €). Darüber hinaus wirkte sich die Mengen- und Erlösentwicklung an den internationalen Containerterminals der HHLA positiv aus.
Die im Betriebsergebnis berücksichtigten Aufwendungen und sonstigen betrieblichen Erträge – zusammen als EBIT-Kosten definiert – nahmen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 6,8 % zu. Ursächlich waren insbesondere ein deutlich gestiegener Personalaufwand infolge der Tarifent-wicklung sowie des zusätzlichen Einsatzes von Mitarbeitenden aus dem Pool des Gesamthafenbetriebs (GHB). Zudem wirkten sich die Umbaumaßnahmen und die AGV-Einführung am Container Terminal Burchardkai (CTB) belastend auf die Produktivität aus und führten zu zusätzlichen Aufwendungen. Darüber hinaus erhöhte sich der Abschreibungsaufwand stark, insbesondere durch die Inbetriebnahme neuer Großgeräte sowie der Werkstatt am CTB. Der Materialaufwand war trotz des Mengenrückgangs leicht erhöht. Maßgeblich hierfür waren gestiegene Treibstoffkosten infolge der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten. Gegenläufig wirkten Maßnahmen zur Ergebnissicherung an den Hamburger Containerterminals.
Belastet durch den deutlichen Anstieg der Aufwendungen sank das operative Betriebsergebnis (EBIT) um 59,9 % auf 17,2 Mio. € (im Vorjahr: 42,8 Mio. €). Die EBIT-Marge ging deutlich um 6,0 Prozentpunkte auf 4,0 % zurück (im Vorjahr: 10,0 %).
Die HHLA setzt die Modernisierung ihrer Hamburger Containerterminals sowie Investitionen in klimafreundliche und moderne Terminaltechnik konsequent fort.
Am Container Terminal Altenwerder (CTA) befinden sich mittlerweile 20 batteriebetriebene elektrische Zugmaschinen im Einsatz, die erforderliche Ladeinfrastruktur ist vollumfänglich vorhanden. Damit ist die Elektrifizierung der Hinterlandflotte abgeschlossen. Die im Rahmen des IHATEC-Projektes „Containerterminal 4.0“ begonnene Automatisierung eines Bahnkrans befindet sich weiterhin in der Test- und Integrationsphase. Der fünfte Bahnkran wurde im zweiten Quartal 2026 in Betrieb genommen. Darüber hinaus wurde das erste Los mit drei neuen Zwei-Katz-Containerbrücken im April 2026 an den Betrieb übergeben. Derzeit läuft die Stabilisierungsphase. Nach der Anlieferung des zweiten Loses erfolgt die Montage weiterer drei Containerbrücken. Die Beauftragungen für das dritte und vierte Los sind bereits erfolgt. Der notwendige Rückbau weiterer ZPMC-Containerbrücken zur Vorbereitung der Montage des dritten Loses wurde abgeschlossen.
Am CTB wurden vorbereitende Arbeiten an den Blöcken 28 und 29 des Lagerkransystems durchgeführt. Die AGV-Abfertigung ist in Betrieb und wurde auf die Liegeplätze 3 und 4 ausgeweitet. Zudem wurde das im Rahmen des AGV-Projekts errichtete Werkstattgebäude in Betrieb genommen. Für den weiteren Jahresverlauf ist die Anschaffung einer neuen Containerbrücke für die Liegeplätze 1 und 2 vorgesehen.
Am Container Terminal Tollerort (CTT) wurde eine Anzahlung für acht im Bau befindliche Hybrid-Van-Carrier geleistet. Die Fahrzeuge sollen im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres übernommen werden. Darüber hinaus wurde die Erweiterung der Umschlagflächen für Airbus-Flugzeugteile umgesetzt. Dadurch konnte die Umschlagkapazität für diese anspruchsvollen Stückgüter verdoppelt werden.