Halbjahresfinanzbericht Januar – Juni 2026

Wesentliche Ereignisse und Geschäfte

Am 5. Januar 2026 hat die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE (PoH) mitgeteilt, dass sie mehr als 95 % der Aktien der HHLA hält und die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der HHLA auf die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung anstrebt (sog. aktienrechtlicher Squeeze-out nach § 327a AktG). Nach Abschluss des Verfahrens zur Festlegung der angemessenen Barabfindung hat die PoH mit Schreiben vom 21. April 2026 ein konkretisiertes Übertragungsverlangen an die Gesellschaft übermittelt und in diesem Schreiben die Barabfindung mit 21,16 € je A-Aktie und 40,31 € je S-Aktie festgelegt. Auf der Hauptversammlung der HHLA AG am 11. Juni 2026 wurde die Übertragung der A-Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE (PoH) als Hauptaktionärin gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung gemäß §§ 327a ff. AktG beschlossen. Der aktienrechtliche Squeeze-out wird mit Eintragung in das Handelsregister wirksam. Laut Auskunft des Landgerichts Hamburg wurden zwei Anfechtungsklagen gegen den Squeeze-out-Beschluss der Hauptversammlung erhoben. Die Eintragung des Squeeze-out-Beschlusses in das Handelsregister erfolgt erst im Falle einer Abweisung oder Rücknahme der Anfechtungsklagen oder nach erfolgreichem Abschluss eines sogenannten Freigabeverfahrens nach § 327e Abs. 2 i. V. m. § 319 Abs. 6 AktG.

Mit Beschluss vom 28. April 2026 hat der Vorstand der HHLA AG die dauerhafte Einstellung des Geschäftsbetriebs der Tochtergesellschaft omoqo GmbH, Hamburg, zum 30. September 2026 beschlossen. Die ergebniswirksamen Sondereffekte aus dem Beschluss und die daraus resultierenden Maßnahmen sind dargestellt in der Beschreibung der Entwicklung Segment Logistik.

Wie in einer Kapitalmarktmitteilung am 20. Juli 2026 kommuniziert, hat der Vorstand der HHLA die Jahresprognose für das laufende Geschäftsjahr angepasst. Weitreichende Umbaumaßnahmen zur Automatisierung der Hamburger Containerterminals in Verbindung mit umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen im Schienennetz führten im bisherigen Jahresverlauf zu stärkeren operativen Beeinträchtigungen als erwartet. Dadurch blieb die Entwicklung der Umschlag- und Transportmengen hinter den ursprünglichen Annahmen zurück. Gleichzeitig wirkten sich das herausfordernde gesamtwirtschaftliche Umfeld und anhaltende geopolitische Unsicherheiten belastend auf die Geschäftsentwicklung aus. Zudem wird aufgrund der aktuellen Entwicklungen nicht mehr davon ausgegangen, dass die HHLA die Auswirkungen des Wintereinbruchs zu Jahresbeginn im weiteren Jahresverlauf vollständig kompensieren kann. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 eine niedrigere Umsatz- und Ergebnisentwicklung als bislang prognostiziert. Weitere Informationen zur aktualisierten Prognose enthält der Prognosebericht.

Darüber hinaus waren im Mitteilungszeitraum grundsätzlich weder im unmittelbaren Umfeld der HHLA noch innerhalb des Konzerns besondere Ereignisse und Geschäfte mit wesentlicher Auswirkung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage zu verzeichnen.