Halbjahresfinanzbericht Januar – Juni 2026

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzanalyse

Die Bilanzsumme des HHLA-Konzerns erhöhte sich zum 30. Juni 2026 gegenüber dem Jahresende 2025 um insgesamt 134,4 Mio. € auf 3.609,0 Mio. € (zum 31. Dezember 2025: 3.474,6 Mio. €).

Bilanzstruktur

in Mio. €

 

30.06.2026

 

31.12.2025

Aktiva

 

 

 

 

Langfristiges Vermögen

 

3.003,2

 

2.894,7

Kurzfristiges Vermögen

 

605,8

 

579,9

 

 

3.609,0

 

3.474,6

 

 

 

 

 

Passiva

 

 

 

 

Eigenkapital

 

840,5

 

837,2

Langfristige Schulden

 

2.187,6

 

2.121,3

Kurzfristige Schulden

 

580,8

 

516,1

 

 

3.609,0

 

3.474,6

Auf der Aktivseite der Bilanz stiegen die langfristigen Vermögenswerte um 108,5 Mio. € auf 3.003,2 Mio. € (zum 31. Dezember 2025: 2.894,7 Mio. €). Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus den getätigten Investitionen abzüglich der planmäßigen Abschreibungen in das Sachanlagevermögen und die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Gegenläufig wirkte der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte im Wesentlichen aufgrund der Umgliederung in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte.

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 25,9 Mio. € auf 605,8 Mio. € zu (zum 31. Dezember 2025: 579,9 Mio. €). Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte. Außerdem wurden zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Gegenläufig wirkte ein Rückgang der Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und kurzfristigen Einlagen sowie der Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem Jahresende 2025 um 3,4 Mio. € auf 840,5 Mio. € (zum 31. Dezember 2025: 837,2 Mio. €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem positiven Gesamtergebnis der Berichtsperiode abzüglich der Ausschüttung an nicht beherrschende Anteilseigner. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 23,3 % (zum 31. Dezember 2025: 24,1 %).

Die langfristigen Schulden nahmen um 66,3 Mio. € auf 2.187,6 Mio. € zu (zum 31. Dezember 2025: 2.121,3 Mio. €). Grund hierfür war im Wesentlichen die Zunahme der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Gegenläufig wirkte die Abnahme der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen.

Der Anstieg der kurzfristigen Schulden um 64,8 Mio. € auf 580,8 Mio. € (zum 31. Dezember 2025: 516,1 Mio. €) wurde im Wesentlichen verursacht durch die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der kurzfristigen finanziellen und nicht finanziellen Verbindlichkeiten.

Investitionsanalyse

Das Investitionsvolumen belief sich im Mitteilungszeitraum auf 221,8 Mio. € und lag damit unter dem Vorjahreswert von 247,9 Mio. €, der von der Verlängerung eines Mietvertrags für Logistikflächen getrieben war. Von den getätigten Investitionen entfielen 207,4 Mio. € auf Sachanlagen (im Vorjahr: 236,8 Mio. €) und 14,4 Mio. € auf immaterielle Vermögenswerte (im Vorjahr: 11,1 Mio. €). Bei den Investitionen handelte es sich zum überwiegenden Teil um Erweiterungsinvestitionen.

Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2026 auf der Beschaffung von Containerbrücken und Großgeräten für den Horizontaltransport auf den HHLA-Containerterminals im Hamburger Hafen sowie auf dem Ausbau und der Modernisierung der internationalen Containerterminals. Darüber hinaus wurde in den Erwerb von Lokomotiven und Containertragwagen sowie die Erweiterung der Hinterlandterminals der METRANS-Gruppe investiert. Im Teilkonzern Immobilien konzentrierte sich die Investitionstätigkeit auf die Entwicklung der Hamburger Speicherstadt.

Liquiditätsanalyse

Liquiditätsanalyse

in Mio. €

 

1–6 | 2026

 

1–6 | 2025

Finanzmittelfonds am 01.01.

 

196,1

 

285,6

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

 

98,0

 

129,2

Cashflow aus Investitionstätigkeit

 

- 197,8

 

- 122,9

Free Cashflow

 

- 99,8

 

6,3

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

 

53,2

 

10,5

Veränderungen des Finanzmittelfonds

 

- 46,6

 

16,9

Finanzmittelfonds am 30.06.

 

149,5

 

302,4

Kurzfristige Einlagen

 

0,0

 

0,0

Verfügbare Liquidität

 

149,5

 

302,4

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 98,0 Mio. € (im Vorjahr: 129,2 Mio. €) setzte sich im Berichtszeitraum im Wesentlichen aus dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 51,3 Mio. € (im Vorjahr: 79,4 Mio. €), den Ab- bzw. Zuschreibungen auf nicht finanzielle Vermögenswerte mit 105,0 Mio. € (im Vorjahr: 85,9 Mio. €) sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva mit 53,0 Mio. € (im Vorjahr: 71,9 Mio. €) zusammen. Gegenläufig wirkten im Wesentlichen die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderer Aktiva mit 66,9 Mio. € (im Vorjahr: 67,1 Mio. €), die Auszahlungen für Zinsen in Höhe von 29,1 Mio. € (im Vorjahr: 20,8 Mio. €) sowie die gezahlten Ertragsteuern in Höhe von 20,7 Mio. € (im Vorjahr: 18,1 Mio. €).

Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von 197,8 Mio. € (im Vorjahr: 122,9 Mio. €). Dieser resultierte überwiegend aus Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien mit 180,9 Mio. € (im Vorjahr: 131,7 Mio. €) sowie aus Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte mit 14,4 Mio. € (im Vorjahr: 11,1 Mio. €).

Der Free Cashflow als Summe der Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit und Investitionstätigkeit betrug - 99,8 Mio. € (im Vorjahr: 6,3 Mio. €).

Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelzufluss in Höhe von 53,2 Mio. € (im Vorjahr: Mittelzufluss in Höhe von 10,5 Mio. €). Dieser resultierte im Wesentlichen aus den Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von 89,2 Mio. € (im Vorjahr: 48,6 Mio. €). Gegenläufig wirkten die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 25,1 Mio. € (im Vorjahr: 26,7 Mio. €) sowie die Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von 8,1 Mio. € (im Vorjahr: 9,6 Mio. €).

Der HHLA-Konzern verfügte zum 30. Juni 2026 über ausreichend Liquidität. Bis zum Bilanzstichtag traten keine Liquiditätsengpässe auf. Der Finanzmittelfonds betrug zum Ende des ersten Halbjahres 2026 insgesamt 149,5 Mio. € (zum 30. Juni 2025: 302,4 Mio. €) und entsprach wie im Vorjahr der verfügbaren Liquidität zum Bilanzstichtag. Die verfügbare Liquidität zum 30. Juni 2026 bestand aus Cash-Pool-Forderungen gegenüber der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH in Höhe von 8,4 Mio. € (zum 30. Juni 2025: 52,1 Mio. €) sowie aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und kurzfristigen Einlagen in Höhe von 141,1 Mio. € (zum 30. Juni 2025: 250,4 Mio. €).