Geschäftsbericht 2022

Wesentlichkeits­analyse

Prüfung mit begrenzter Sicherheit

Die HHLA steht in regelmäßigem Austausch mit ihren externen Interessengruppen, zu denen Kunden (z.B. Reedereien), Kunden von Kunden (z.B. Versender), Beschäftigte, Lieferanten, potenzielle und bestehende Aktionäre und Investoren, Verbände und Institutionen, wissenschaftliche Einrichtungen, politische Entscheidungsträger, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Anwohner sowie die interessierte Öffentlichkeit zählen.

Prozess und Ergebnis der Stakeholder-Umfrage

Um ein aktuelles Bild der Erwartungen und Anforderungen der Stakeholder zu erhalten, führte die HHLA im November 2021 erneut eine Wesentlichkeitsanalyse durch, in der die potenziell relevanten Nachhaltigkeitsthemen der internen und externen Stakeholder untersucht wurden. Zunächst wurden dafür die für die HHLA wesentlichen Stakeholder von den Fachabteilungen identifiziert. Ausgangspunkt hierfür waren interne Quellen, wie z.B. Aufstellungen der größten Kunden. Als wesentliche Stakeholder wurden Kunden, Kunden von Kunden, Beschäftigte, Lieferanten, potenzielle und bestehende Aktionäre, ESG-Rating-Agenturen, Verbände und Institutionen, wissenschaftliche Einrichtungen, politische Entscheidungsträger, NGOs sowie Nachbarn der Terminals in Hamburg identifiziert.

Prozess der Wesentlichkeitsanalyse

Prozess der Wesentlichkeitsanalyse (Diagramm)Prozess der Wesentlichkeitsanalyse (Diagramm)

Prozess der Wesentlichkeitsanalyse

Im zweiten Schritt wurde eine Bestandsaufnahme der sowohl für die externen als auch für die internen Stakeholder relevanten Themen erstellt und diese anhand der zentralen Handlungsfelder der HHLA-Nachhaltigkeitsstrategie strukturiert. Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie

Anschließend wurde anhand eines einheitlichen Fragebogens eine internationale vierwöchige Online-Befragung durchgeführt, an der externe Stakeholder aus allen Interessengruppen sowie Führungskräfte aus verschiedenen Funktionen des Unternehmens teilgenommen haben.

Insgesamt bewerteten rund 60 Personen die für die HHLA potenziell relevanten Themen, insbesondere Kunden, Geschäftspartner, Lieferanten, Investoren sowie Beschäftigte der HHLA. Darüber hinaus hatten die Stakeholder die Möglichkeit, die Themen zu gewichten, zu ergänzen und zu kommentieren.

Kombiniert wurde diese digitale Befragung mit qualitativen Experten-Interviews. An den 60-minütigen Interviews nahmen insgesamt 15 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Kunden, Investoren, ESG-Rating, NGOs und Verbände teil. Alle Teilnehmenden wurden zu den Handlungsfeldern der HHLA befragt.

Ergebnis der Stakeholder-Umfrage und Materialitätsprüfung

Die Ergebnisse der durchgeführten Stakeholder-Befragung decken sich zu großen Teilen mit den Ergebnissen der vorherigen Stakeholder-Befragungen. Keines der als potenziell relevant abgefragten Themen wurde als unwesentlich bzw. kaum wesentlich bewertet.

Die in der Stakeholder-Befragung als wesentlich bzw. sehr wesentlich ermittelten Themenschwerpunkte der HHLA wurden von einem internen Fachgremium sowohl mit Blick auf die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der HHLA auf das jeweilige Thema als auch mit Blick auf die Relevanz des Themas für den unternehmerischen Erfolg im Sinne der doppelten Wesentlichkeit nach § 289c Abs. 3 HGB geprüft.

Die HHLA nimmt ihre Verantwortung im Umgang mit den Sozialbelangen von Geschäftspartnern, Anteilseignern und der Öffentlichkeit sehr ernst. Ebenso werden die Themen Compliance, Datenschutz, Achtung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung als fundamentale Voraussetzung für eine nachhaltige Unternehmensführung angesehen. Gemäß § 289c Abs. 3 HGB ist jedoch aufgrund mangelnder Geschäftsrelevanz keines dieser Themen für die HHLA wesentlich. Aus Gründen der Transparenz hat sich die HHLA jedoch dazu entschieden, auf freiwilliger Basis Angaben zu diesen Themen zu berichten.

Ergebnisse der Stakeholder-Befragung und anschließende Beurteilung der HHLA im Sinne der doppelten Wesentlichkeit nach § 289c Abs. 3 HGB

Strategische Handlungsfelder

 

Bewertung der Themen durch die befragten Stakeholder

 

Wesentlich bewertet im Sinne der doppelten Wesentlichkeit nach § 289c Abs. 3 HGB

 

Wesentlich

 

Sehr wesentlich

 

Ökologie

 

 

 

 

 

 

Klimafreundliche Logistikketten

 

Produktangebot für CO2-neutralen Containertransport

 

Betrieb und Ausbau klimafreundlicher Logistikketten

 

Betrieb und Ausbau klimafreundlicher Logistikketten

Flächenschonung

 

Effiziente Nutzung von Terminalflächen

 

 

 

Effiziente Nutzung von Terminalflächen

Klimaschutz und Energieeffizienz

 

Betriebliche CO2-Neutralität
Einsatz erneuerbarer Energie

 

Steigerung der Energieeffizienz
Förderung bzw. Aufbau und Nutzung erneuerbarer Energie aus eigenen Energiequellen

 

Steigerung der Energieeffizienz
Betriebliche CO2-Neutralität

Umwelt- und Ressourcenschutz

 

Minderung des Ressourcenverbrauchs
Förderung der Kreislaufwirtschaft
Erhalt und Förderung von Biodiversität
Senkung von Lichtemissionen

 

 

 

 

Soziales

 

 

 

 

 

 

Arbeitswelt

 

Attraktivität als Arbeitgeber
Sicherung von Arbeitsplätzen
Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten

 

 

 

Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten

Arbeits- und Gesundheitsschutz

 

Gesundheitsförderung der Beschäftigten

 

Arbeitsschutz gemäß internationalen Standards für Beschäftige

 

Arbeitsschutz gemäß internationaler Standards für Beschäftige

Gesellschaftliche
Verantwortung

 

Aktiver Stakeholder-Dialog
Gesellschaftliches Engagement

 

 

 

 

Geschäftspartner

 

Transparenz der Lieferkette
Einkaufsrichtlinien in Bezug auf Umwelt, Soziales und Governance

 

Stärkung der Kundenbeziehungen

 

 

Governance

 

 

 

 

 

 

Strategie und
Management

 

Einbindung von Governance, Umwelt- und Sozialfaktoren in die Unternehmensstrategie
Einbindung von Governance, Umwelt- und Sozialfaktoren in das Risikomanagement

 

 

 

Einbindung von Governance, Umwelt- und Sozialfaktoren in die Unternehmensstrategie
Einbindung von Governance, Umwelt- und Sozialfaktoren in das Risikomanagement

Geschäftsethik und Integrität

 

Förderung internationaler Initiativen

 

Compliance
Aktive Bekämpfung von Korruption und Bestechung
Achtung der Menschenrechte
Datenschutz und -sicherheit

 

 

Wirtschaft

 

 

 

 

 

 

Entwicklung des Unternehmenswerts

 

Stabile Dividendenausschüttung
Kapitalmarkt-Positionierung als nachhaltiges Investment

 

Wachstum und Profitabilität

 

Wachstum und Profitabilität

Wertschöpfung und Innovation

 

Ausbau der Digitalisierung zur Schaffung neuer Geschäftsaktivitäten
Aufbau neuer Geschäftsaktivitäten entlang der Logistikkette
Förderung und Aufbau von Infrastruktur und/oder Produktionskapazitäten für alternative Energieträger

 

Ausbau der Digitalisierung zur Prozessoptimierung
Steigerung der Effizienz

 

Ausbau der Digitalisierung zur Prozessoptimierung
Steigerung der Effizienz

Die Ergebnisse wurden intern analysiert und dem Vorstand vorgestellt. Sie flossen zudem in die Weiterentwicklung der HHLA-Nachhaltigkeitsstrategie unter dem Leitmotiv „Balanced Logistics“ und in die Ausarbeitung der Handlungsfelder ein. Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie

Wesentlichkeitsmatrix

Wesentliche Themen der HHLA nach doppeltem Wesentlichkeitsvorbehalt gemäß § 289c Abs. 3 HGB

Wesentlichkeitsmatrix

Wesentliche Themen der HHLA nach doppeltem Wesentlichkeitsvorbehalt gemäß § 289c Abs. 3 HGB

Wesentlichkeitsmatrix (Grafik)
Terminal
In der maritimen Logistik versteht man darunter eine Anlage für den Umschlag von Gütern auf verschiedene Verkehrsträger.

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