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Geschäftsbericht 2025

Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Produkte, Dienstleistungen und bedeutendste Märkte

Mit ihrem Geschäftsmodell der Verknüpfung der ökologisch vorteilhaften Verkehrsträger Seeschiff und Eisenbahn zu klimafreundlichen Logistikketten leistet die HHLA einen wichtigen Beitrag für Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz.

Mit dem Produkt HHLA Pure bietet die HHLA ihren Kunden einen nach TÜV-Nord-Standard TN-CC-020 zertifizierten klimafreundlichen Containertransport und Containerumschlag für alle Hamburger Containerterminals und die meisten Transportrelationen im METRANS-Netzwerk an. Die entstehenden Emissionen werden dabei durch Kompensationsprojekte ausgeglichen. Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2-Zertifikate

Für weitere Informationen zum Geschäftsmodell siehe Geschäftstätigkeit.

Der für die HHLA wesentliche Markt für Hafendienstleistungen an der nordeuropäischen Küste (Nordrange) weist eine hohe Hafendichte auf. Im Wettbewerb stehen insbesondere die fünf großen Nordrange-Häfen Rotterdam, Antwerpen-Brügge, Hamburg – der Hauptstandort der HHLA – die Bremischen Häfen und der Hafen von Danzig.

Im Containertransport per Bahn konkurrieren die staatlichen Eisenbahnunternehmen mit einer Vielzahl von privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen und Operateuren im kombinierten Verkehr (KV), aber auch mit anderen Verkehrsträgern, wie dem Lkw und dem Binnen- bzw. Feederschiff. Markt und Wettbewerb Geschäftspartner und Kunden

Anzahl der Beschäftigten

Die Anzahl der Beschäftigten nach geografischen Gebieten zum Stichtag 31. Dezember 2025 verteilt sich entsprechend der folgenden Tabelle:

Beschäftigte nach geografischen Gebieten

 

 

31.12.2025

Deutschland

 

3.768

Übrige1

 

1.003

Ukraine

 

373

Zentraleuropa2

 

2.125

HHLA-Konzern

 

7.269

1

Die Region „Übrige“ umfasst die Länder Australien, Estland, Georgien, Italien, Kanada, Kasachstan, Niederlande, Österreich, Polen, Türkei, Serbien und USA.

2

Die Region „Zentraleuropa“ umfasst Kroatien, Slowenien, Slowakei, Ungarn und Tschechien.

Weitere Kennzahlen zur eigenen Belegschaft sind im Kapitel Eigene Belegschaft aufgeführt.

Nachhaltigkeitsziele und Geschäftsmodell

Die Nachhaltigkeitsziele der HHLA basieren auf drei Nachhaltigkeitskennzahlen, die aus der Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie der HHLA abgeleitet sind. Sie prägen die Produkte und Dienstleistungen der HHLA.

  • Senkung der CO2-Emissionen (Scope 1 und Scope 2) mit dem Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2040 Klimaziele

  • Sicherung der konzernweiten Beschäftigtenzahl Eigene Belegschaft

  • Erhöhung der Containertransporte per Bahn durch die METRANS-Gruppe auf 2 Mio. TEU bis 2030 Steuerung und Wertmanagement

Unter dem Leitmotiv „Balanced Logistics“, bestehend aus neun Handlungsfeldern, bündelt die HHLA die Elemente der Strategie, die Nachhaltigkeitsaspekte betreffen. Die neun Handlungsfelder sind: klimafreundliche Logistikketten, Flächenschonung, Klimaschutz und Energieeffizienz, Umwelt- und Ressourcenschutz, Arbeitswelt, Gesundheits- und Arbeitsschutz, gesellschaftliches Engagement, Wertschöpfung und Innovation sowie Geschäftspartner. In diesen neun Handlungsfeldern werden alle Dimensionen der Nachhaltigkeit erfasst und auf praktischer Ebene für die HHLA umsetzbar gemacht. Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie

Wertschöpfungskette

Die HHLA ist mit ihren Tätigkeiten in der kontinentalen logistischen Wertschöpfungskette verankert und verfügt selbst über zwei Hauptwertschöpfungsketten: Die eine besteht aus den Hafen/hafennahen Dienstleistungen und der Wertschöpfung im Hinterland durch das Segment Intermodal, die andere besteht für das Segment Immobilien.

Die Wertschöpfungskette für Hafen/hafennahe Dienstleistungen und im Hinterland ist vor allem durch das Zusammenspiel der Vielzahl von Akteuren der Gütertransportbranche geprägt. Durch die HHLA und deren Bahntochter METRANS werden nordeuropäische und Adriahäfen in einem Intermodalnetzwerk mit Mittel- und Osteuropa verknüpft. Um schnelle und effiziente Prozesse sicherzustellen, unterhält die HHLA starke Beziehungen zu führenden Logistikunternehmen.

Die eigene direkte Wertschöpfung der HHLA umfasst bei den hafennahen Dienstleistungen das Terminal-Management, den vertikalen und horizontalen Umschlag, die Lagerung und Umladung, den Kurzstreckentransport und die Terminal-Services. Dies hilft den Kunden, ihre eigenen Lieferketten zu gestalten. Analog dazu umfasst die direkte Wertschöpfung der HHLA im Hinterland den intermodalen Terminal-Umschlag, den Schienen- und Straßentransport und den Betrieb von Terminals und Hubs.

Die vorgelagerte Wertschöpfungskette der Hauptwertschöpfungskette für Hafen/hafennahe Dienstleistungen und Hinterland umfasst von der HHLA beauftragte Eisenbahnverkehrs- und Truckingunternehmen. Als materielle Inputs sind vor allem die eingekauften Großgeräte sowie die Energie als Antriebsstoff für die operativen Tätigkeiten bedeutend. Ebenso ist hier mit besonderem Fokus auf Hamburg das Sedimentmanagement im Hafen und in der Zufahrt ein wichtiger Bestandteil des reibungslosen Ablaufs der eigenen operativen Tätigkeiten.

Die nachgelagerte Wertschöpfung umfasst externe Eisenbahnverkehrs- und Truckingunternehmen, weitere Dienstleister (z. B. für Abfallentsorgung), materielle Ressourcen wie verkaufte gebrauchte Geräte und die maritimen Kunden.

Im Segment Immobilien gestaltet die HHLA Gewerbe- und Logistikflächen und fördert die Stadtentwicklung. Mit Vertrieb, kaufmännischer Objektverwaltung und Facility Management sowie Projektentwicklung und Bauwesen bietet sie ihren Kunden professionelle Dienstleistungen aus einer Hand.

Im Zentrum der Wertschöpfungskette des Immobilienbereichs stehen die HHLA-Immobilien im Hamburger Hafen und in der Speicherstadt. Hier sind eingekaufte Dienstleistungen und Güter zur Sicherstellung der Bewirtschaftung der Immobilien von Bedeutung. Die eigenen wertschöpfenden Tätigkeiten der HHLA sind die Planung und Entwicklung, der Bau, die Vermietung und die Bewirtschaftung dieser Immobilien.

Wertschöpfungskette der HHLA

Wertschöpfungskette der HHLAWertschöpfungskette der HHLA
1 Der HHLA direkt zuzurechnende Auswirkungen, die aus Geschäftsbeziehungen resultieren, sind insbesondere die Emissionen der Schiffe während der Liegezeiten beim Löschen und Laden.
2 Umschlag während des Aufenthalts auf HHLA-Terminals, ohne bestehende Geschäftsbeziehung
3 HHLA hat ausschließlich gewerbliche Mieter
Feeder / Feederschiff
Zubringerschiff, das kleinere Mengen von Containern auf Häfen weiterverteilt. Von Hamburg aus wird vor allem die Ostseeregion mit Feedern bedient.
Hinterland
bezeichnet das Einzugsgebiet eines Hafens
Intermodal / Intermodalsysteme
Transport unter Nutzung mehrerer Verkehrsträger (Wasser, Schiene, Straße), der die jeweils spezifischen Vorteile kombiniert.
Nordrange
Nordeuropäische Küste, an der im weiteren geografischen Sinn alle nordeuropäischen Über-seehäfen von Le Havre bis Hamburg liegen. Zu den vier größten Häfen zählen Rotterdam, Antwerpen-Brügge, Hamburg und Bremerhaven.
TEU (Twenty Foot Equivalent Unit)
Genormter 20-Fuß-Standardcontainer, der als Maßeinheit zur Zählung von Containermengen dient. Ein 20-Fuß-Standardcontainer ist 6,06 Meter lang, 2,44 Meter breit und 2,59 Meter hoch.
Terminal
In der maritimen Logistik versteht man darunter eine Anlage für den Umschlag von Gütern auf verschiedene Verkehrsträger.

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