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Geschäftsbericht 2025

Politisches Engagement und Lobbytätigkeiten

Die HHLA steht im Austausch mit öffentlichen und politischen Entscheidungsträgern zur Gestaltung der Rahmenbedingungen für maritime Hafenwirtschaft, den Intermodalverkehr sowie für innovative, digitale Transport- und Logistiktechnologien, jeweils mit dem übergeordneten Ziel der nachhaltigen Verbesserung maritimer und intermodaler Transportströme.

Die Interessen der HHLA werden schwerpunktmäßig über Mitgliedschaften in Verbänden und Vereinen wahrgenommen, darunter dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), dem Hafen Hamburg Marketing (HHM), dem Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH), der Logistik-Initiative Hamburg (LIHH) und dem Industrieverband Hamburg (IVH).

Lobbying-Aktivitäten macht die HHLA transparent über das Transparenzregister der EU sowie das Lobbyregister beim Deutschen Bundestag. Die Registernummer der HHLA im Transparenzregister der EU lautet 129567748171-77, die Registernummer im Lobbyregister beim Deutschen Bundestag lautet R004944.

Zuständig für die Beaufsichtigung dieser Tätigkeiten ist der Director Corporate Affairs, Johannes Berg. Er ist seit März 2024 für das EU-Parlament akkreditiert. Die Stabsstelle Corporate Affairs berichtet an das für Compliance zuständige Vorstandsmitglied.

Position zu Transport- und Nachhaltigkeitsthemen

Die HHLA hat eine klare Vision für die Zukunft des Hafenbetriebs und der Logistik: Das Unternehmen setzt auf Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit als Schlüsselstrategien. Initiativen wie die Nutzung von grüner Energie, der Einsatz von Elektromobilität und die Förderung nachhaltiger Transportlösungen sind zentrale Bestandteile der Unternehmenspolitik. Die HHLA engagiert sich daher aktiv in Projekten, die darauf abzielen, den Hafenbetrieb umweltfreundlicher zu gestalten und die globale Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

In diesem Zusammenhang ist der Klimaschutz-Projektionsbericht 2023 für Deutschland von Relevanz. Der Bericht enthält Prognosen und Analysen zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland sowie zu den Maßnahmen, die notwendig sind, um die Klimaziele zu erreichen. Der Bericht hilft der HHLA, die zukünftigen regulatorischen Anforderungen besser zu verstehen und frühzeitig darauf zu reagieren. Der Klimaschutz-Projektionsbericht gibt auch Hinweise auf staatliche Förderprogramme und finanzielle Unterstützung für Unternehmen, die in Klimaschutzmaßnahmen investieren. Für die HHLA können solche Informationen nützlich sein, um finanzielle Anreize zu identifizieren und Fördermittel für ihre Projekte zu beantragen. Das Ziel der politischen Interessenvertretung ist hier in erster Linie auf die Herstellung einer Informationslage für die HHLA ausgerichtet.

Die HHLA hat klare Positionen zu verschiedenen politischen und regulatorischen Initiativen, die den Hafenbetrieb und die Logistikbranche betreffen. Durch aktive Beteiligung an politischen Diskussionen und Gremien will die HHLA sicherstellen, dass ihre Interessen und die spezifischen Bedürfnisse der Hafen- und Logistikbranche Gehör finden und im besten Fall Berücksichtigung erfahren, was strategische Vorteile mit sich bringen kann. Die HHLA kann durch ihre politischen Aktivitäten den Einsatz von Fördermitteln und Gesetzen zur Unterstützung grüner Technologien und digitaler Transformation vorantreiben, was ihre Wettbewerbsfähigkeit stärkt und die Nachhaltigkeitsziele unterstützt. Eine Auswahl an wichtigen Themen, die jedoch keineswegs Anspruch auf Vollständigkeit hat, und die entsprechenden Standpunkte der HHLA sind im Folgenden aufgelistet. Diese stehen im Einklang mit den wesentlichen Risiken, Chancen und Auswirkungen der HHLA.

Nationale Hafenstrategie

Auf bundespolitischer Ebene unterstützt die HHLA die nationale Hafenstrategie, die auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und die nachhaltige Transformation deutscher Häfen abzielt. Die Strategie, die im März 2024 verabschiedet wurde, umfasst Maßnahmen zur Förderung der Digitalisierung, zur Entwicklung der Häfen als Knotenpunkte der Energiewende und zur Verbesserung der Infrastruktur. Die HHLA sieht diese Initiativen als essenziell an, um die Rolle des Hamburger Hafens als wichtiger internationaler Handelsplatz zu sichern und auszubauen. Diese Standpunkte werden durch das Unternehmen, aber auch durch die Mitwirkung in Unternehmensverbänden, wie dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe, in den politischen Diskurs eingebracht.

Greening Freight Package

Im Rahmen des Greening Freight Package der EU setzt sich die HHLA für die Dekarbonisierung des Güterverkehrs ein. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Reduzierung seiner CO2-Emissionen durch den Einsatz von Elektromobilität, grüner Energie und nachhaltigen Transportlösungen, wie beispielsweise dem Schienengüterverkehr. Die HHLA strebt an, bis 2040 klimaneutral zu werden, und unterstützt politische Maßnahmen, die den Übergang zu umweltfreundlicheren Logistiklösungen fördern. Klimawandel

U-Space-Regulierung

Die U-Space-Regulierung der EU, die die Integration von Drohnen in den Luftraum regelt, wird von der HHLA positiv gesehen. Mit der Tochtergesellschaft HHLA Sky arbeitet das Unternehmen bereits an innovativen Drohneneinsatzlösungen für den Hafenbetrieb. Diese Technologie soll zur Effizienzsteigerung und zur Reduktion von Umweltbelastungen beitragen. Die HHLA unterstützt daher die Schaffung von sicheren und regulierten Lufträumen für den Einsatz von Drohnen in städtischen und industriellen Gebieten.

Trans-European Transport Network (TEN-T)

Die HHLA befürwortet das TEN-T-Netzwerk, das eine bessere Anbindung und Integration europäischer Verkehrsnetze anstrebt. Der Hamburger Hafen als einer der bedeutendsten Knotenpunkte im TEN-T-Korridor profitiert von verbesserten Infrastrukturen und Verbindungen zu europäischen Märkten. Die HHLA setzt sich für den Ausbau und die Modernisierung von Infrastrukturprojekten ein, die den intermodalen Transport stärken und die Logistiknetzwerke effizienter gestalten.

Nationale Wasserstoffstrategie

Die HHLA plant, Wasserstoff als nachhaltigen Energieträger einzusetzen, um die Emissionen im Hafenbereich signifikant zu reduzieren. Dies beinhaltet den Einsatz von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen und Geräten im Hafenbetrieb. Ziel der ausgeübten Interessenvertretung war und ist es in diesem Zusammenhang, eine entsprechende Projektförderung für Pilotprojekte im Hamburger Hafen, bei denen es um die Pilotierung von wasserstoffbetriebenen Schwerlastgeräten geht, zu sichern.

Wasserstoffbeschleunigungsgesetz (WasserstoffBG)

Das WasserstoffBG kann finanzielle Anreize und Fördermittel bereitstellen, die es der HHLA ermöglichen, in die notwendige Infrastruktur und Technologie für Wasserstoffprojekte zu investieren. Dies umfasst beispielsweise den Bau von Elektrolyseuren und Wasserstofftankstellen sowie die Anschaffung wasserstoffbetriebener Fahrzeuge. Ziel der HHLA ist es, dass das Gesetz einen klaren regulatorischen Rahmen bietet. Die HHLA setzt sich für vereinfachte Genehmigungsverfahren ein, was die Planung und Umsetzung von Wasserstoffprojekten beschleunigt.

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