Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
das Geschäftsjahr 2025 war – wie schon die Vorjahre – von den anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt, insbesondere der angespannten wirtschaftlichen Lage in Deutschland, dem anhaltenden Krieg in der Ukraine und den diversen Zoll- und Handelskonflikten. Darüber hinaus gab es sowohl im Aufsichtsrat als auch im Vorstand der HHLA wesentliche personelle Veränderungen. Im Vorstand hat Jeroen Eijsink als Vorstandsvorsitzender die Nachfolge von Angela Titzrath angetreten. Im Aufsichtsrat sind im Verlauf des Jahres unter anderem der Vorsitzende Prof. Dr. Rüdiger Grube und der stellvertretende Vorsitzende Berthold Bose – die jeweils seit 2017 dem Aufsichtsrat angehörten – ausgeschieden.
Der Aufsichtsrat hat in diesem Umfeld die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und Deutschem Corporate Governance Kodex (DCGK) zugewiesenen Aufgaben pflichtgemäß mit der gebotenen Sorgfalt wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht, die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet und sich von der Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit der Unternehmensführung sowie des eingerichteten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems überzeugt.
Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Entwicklungen, insbesondere über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, die Unternehmensplanung, grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik und der Strategie, Investitionsvorhaben und die Personalsituation. Maßnahmen, die nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsanweisung für den Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse bedürfen, wurden jeweils rechtzeitig vorgelegt. Als Aufsichtsratsvorsitzender standen bis zu seinem Ausscheiden Prof. Dr. Rüdiger Grube und in der Folge ich auch zwischen den Sitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit der bzw. dem Vorsitzenden des Vorstands, und wurden über die Planung und Strategie, die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle, die Risikolage und das Risikomanagement sowie die Compliance informiert.
Die Arbeit des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2025 vier ordentliche und sechs Sondersitzungen abgehalten. Regelmäßige Gegenstände der ordentlichen Sitzungen sind die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung sowie die aktuelle Geschäftslage des Unternehmens und der einzelnen Segmente, jeweils einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements sowie der Compliance. Der Vorstand berichtete in den Sitzungen über die wirtschaftliche, finanzielle und strategische Situation der Gesellschaft und des Konzerns, die Strategie des Unternehmens sowie über wesentliche Entwicklungen und Ereignisse. In diesem Rahmen wurden regelmäßig auch Fragen der Nachhaltigkeit – insbesondere hinsichtlich der Überwachung der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit bei der strategischen Ausrichtung und der Unternehmensplanung – sowie der IT-Sicherheit erörtert.
Die weiteren Schwerpunkte der Sitzungen im Berichtszeitraum lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Schwerpunkt der drei Sondersitzungen am 3. Januar 2025, am 10. Januar 2025 und am 10. Februar 2025 war zunächst die Finalisierung des Wirtschaftsplans und der Mittelfristplanung für die Geschäftsjahre 2025 bis 2029. In der Sitzung am 10. Februar 2025 wurden zudem – nach dem Ausscheiden von Dr. Norbert Kloppenburg und Bettina Lentz – verschiedene Ausschussmitgliedschaften neu besetzt. In diesem Zuge wurde auch der Übernahmeausschuss aufgelöst, der mit dem Vollzug der indirekten Beteiligung von MSC an der HHLA und dem Abschluss der Zusammenschlussvereinbarung seine Funktion erfüllt hatte.
Im Fokus der Bilanzsitzung am 24. März 2025 standen turnusgemäß die Prüfung und Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich der entsprechenden Sparteneinzel- und Teilkonzernabschlüsse, des zusammengefassten Lageberichts der HHLA und des Konzerns einschließlich der nichtfinanziellen Erklärung, des Berichts des Aufsichtsrats, des Vergütungsberichts, der Berichte über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und zwischen der A- und der S-Sparte, jeweils für das Geschäftsjahr 2024, sowie die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung 2025 einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands und des Wahlvorschlags für die Wahl des Abschlussprüfers. Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an der Sitzung teil, berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für Fragen zur Verfügung. Im Kontext der Tagesordnung zur Hauptversammlung wurden auch die Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat, die turnusgemäß zur Billigung durch die Hauptversammlung anstanden, überprüft und erörtert.
In der zweiten regulären Sitzung am 19. Mai 2025 wurden zunächst die Wahlvorschläge zur Nachwahl von Søren Toft, Hugues Favard und Kristin Berger, die zuvor gerichtlich zu Aufsichtsratsmitgliedern bestellt worden waren, verabschiedet. In diesem Kontext wurden auch verschiedene Umbesetzungen in den Ausschüssen vorgenommen. Aufgrund der damit verbundenen zusätzlichen Abweichungen von den Empfehlungen des DCGK wurde auch eine entsprechende Aktualisierung der Entsprechenserklärung verabschiedet. Ein weiteres Thema der Sitzung war die Erörterung der Aufnahme zusätzlicher Kreditlinien oder vergleichbarer Fremdkapitalinstrumente in Höhe von bis zu 400 Mio. Euro zum Zweck der Risikovorsorge, welcher der Aufsichtsrat – insbesondere mit Blick auf die unsicheren weltwirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen – im Nachgang zur Sitzung zugestimmt hat.
Gegenstand der Sondersitzung am 23. Juni 2025 war primär die Vereinbarung mit der seinerzeitigen Vorstandsvorsitzenden Angela Titzrath über ihr einvernehmliches vorzeitiges Ausscheiden nebst der entsprechenden Information des Kapitalmarkts. In einer weiteren Sondersitzung am 30. Juli 2025 hat der Aufsichtsrat als Nachfolger – nach ausführlicher Vorbereitung durch den Personalausschuss – Jeroen Eijsink mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2025 zum Vorsitzenden des Vorstands der HHLA bestellt.
Wesentliche Themen der dritten regulären Sitzung am 25. August 2025 waren – neben der aktuellen Geschäftsentwicklung und der Erörterung des Stands der Umsetzung des Effizienzprogramms im Segment Container – ein Beteiligungsprojekt im Segment Intermodal sowie das anstehende Ausscheiden des Vorsitzenden Prof. Dr. Rüdiger Grube sowie der Aufsichtsratsmitglieder Andreas Rieckhof und Dr. Sibylle Roggencamp.
Die Wahl eines neuen Aufsichtsratsvorsitzenden sowie die Nachbesetzung der Ausschüsse waren die wesentlichen Themen der weiteren Sondersitzung am 5. November 2025.
Themen der letzten regulären Sitzung am 8. Dezember 2025 waren turnusgemäß der Wirtschaftsplan 2026 und die Mittelfristplanung, die Ergebnisse der Risiko- und Chanceninventur und die Entsprechenserklärung zum DCGK. Im Zusammenhang mit der Entsprechenserklärung wurde auch das Anforderungsprofil für den Aufsichtsrat angepasst. Weitere Schwerpunkte waren insbesondere der Vorschlag für die Wahl des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2026, die Verabschiedung eines Rahmens für Bürgschaften im Zusammenhang mit Fördermitteln, ein Update zur Wesentlichkeitsanalyse im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie eine Fassungsänderung der Satzung (Aufhebung des gegenstandslos gewordenen bedingten Kapitals).
An den ordentlichen Sitzungen nehmen grundsätzlich jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats und in der Regel auch die Mitglieder des Vorstands teil, wobei der Aufsichtsrat regelmäßig auch ohne den Vorstand tagt, insbesondere, wenn Vorstandsangelegenheiten oder aufsichtsratsinterne Themen erörtert werden. Bei den Berichterstattungen des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat jeweils auch Gelegenheit, Themen in Abwesenheit des Vorstands mit dem Abschlussprüfer zu beraten.
Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Vorstandsmitglieder der Gesellschaft an.
Die Arbeit der Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat mit dem Finanzausschuss, dem Prüfungsausschuss, dem Immobilienausschuss, dem Personalausschuss, dem Nominierungsausschuss und dem Vermittlungsausschuss insgesamt sechs ständige Ausschüsse eingerichtet.
Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat in der jeweils nächsten Sitzung über die Ausschussarbeit. Bis auf den Nominierungsausschuss sind alle Ausschüsse paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Erklärung zur Unternehmensführung
Der Finanzausschuss hat im Geschäftsjahr 2025 vier Sitzungen abgehalten. Er befasst sich in seinen regulären Sitzungen jeweils mit der Konzernergebnisentwicklung und der allgemeinen Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie – jeweils in der Sitzung im vierten Quartal – mit der Vorprüfung des Wirtschaftsplans für das kommende Jahr und der jeweiligen Mittelfristplanung. Daneben obliegt dem Finanzausschuss die Vorprüfung bedeutender Finanzierungs-, Investitions- und Beteiligungsvorhaben. Wesentliche Themen im Berichtszeitraum waren die Aufnahme zusätzlicher Fremdkapitalinstrumente in Höhe von bis zu 400 Mio. Euro zur Risikovorsorge, der jährliche Rahmen für Bürgschaften im Zusammenhang mit Fördermittelanträgen von Konzerngesellschaften sowie verschiedene kleinere Beteiligungsprojekte.
Der Prüfungsausschuss hat im Berichtszeitraum vier Mal getagt. Regelmäßige Gegenstände seiner Arbeit sind vor allem die Prüfung der Rechnungslegung einschließlich der nichtfinanziellen Berichterstattung, die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und der Compliance einschließlich des Compliance-Management-Systems. Er überwacht die Auswahl des Abschlussprüfers und dessen Qualifikation, Effizienz und Unabhängigkeit sowie die Qualität der Abschlussprüfung und erörtert mit dem Abschlussprüfer die Einschätzung des Prüfungsrisikos, die Prüfungsstrategie, die Prüfungsplanung und die Prüfungsergebnisse. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses tauscht sich regelmäßig mit dem Abschlussprüfer über den Fortgang der Prüfung aus und berichtet dem Ausschuss darüber. Der Prüfungsausschuss behandelt ferner die Zulässigkeit etwaiger vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachter Leistungen (sog. Nichtprüfungsleistungen); er hat hierzu einen Katalog nach Art und Umfang grundsätzlich gebilligter Nichtprüfungsleistungen verabschiedet. Schließlich entscheidet der Prüfungsausschuss auch über die externe Prüfung der nichtfinanziellen Erklärungen bzw. Berichte. Ein zentrales Thema im Berichtszeitraum war die Durchführung eines Verfahrens für die Auswahl des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2026, da der aktuelle Prüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, mit dem Geschäftsjahr 2025 das gesetzliche Maximum von zehn Jahren erreicht haben würde. Weitere Themen waren turnusgemäß die Erörterung und Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2024, des Halbjahresfinanzberichts und der Quartalsmitteilungen im Geschäftsjahr 2025, die Prüfungstätigkeit der internen Revision, die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2025, die Ergebnisse der Risiko- und Chanceninventur 2025, der Jahresbericht und die Prüfungsplanung der Revision sowie die Vorbereitung der Entsprechenserklärung zum DCGK. Darüber hinaus hat sich der Prüfungsausschuss im Berichtszeitraum mit der Finanz- und Liquiditätslage sowie der nichtfinanziellen Berichterstattung befasst. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nimmt ferner regelmäßig der Compliance-Beauftragte der HHLA teil und berichtet über seine Tätigkeit sowie aktuelle Entwicklungen. Weitere Personen, wie z. B. Vertreter des Abschlussprüfers oder der internen Revision, nehmen bei Bedarf an den Sitzungen teil. Der Prüfungsausschuss berät regelmäßig auch ohne den Vorstand mit dem Abschlussprüfer. Der Ausschussvorsitzende steht zudem zwischen den Sitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Abschlussprüfer und dem Finanzvorstand.
Der Immobilienausschuss hat im Berichtszeitraum zwei Sitzungen abgehalten. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren – jeweils in Bezug auf den Teilkonzern Immobilien (S-Sparte) – neben der allgemeinen Geschäftsentwicklung die Erörterung und Prüfung des Jahresabschlusses der HHLA einschließlich des Einzelabschlusses der S-Sparte, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2024 (März-Sitzung) sowie des Wirtschaftsplans für das Geschäftsjahr 2026 und der Mittelfristplanung (Dezember-Sitzung). Jenseits davon hat sich der Immobilienausschuss mit verschiedenen Projektentwicklungen befasst.
Der Personalausschuss hat im Berichtszeitraum insgesamt siebzehn Mal getagt und sich in diesen Sitzungen insbesondere mit dem vorzeitigen Ausscheiden von Angela Titzrath und der Suche nach einem Nachfolger für die Position des Vorstandsvorsitzenden befasst.
Der Nominierungsausschuss hat im Zusammenhang mit der erforderlichen Nachbesetzung der im Berichtszeitraum ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder drei Sitzungen abgehalten.
Für eine Sitzung des Vermittlungsausschusses bestand im Berichtszeitraum kein Anlass.
Der mit der indirekten Beteiligung von MSC und dem Abschluss der Zusammenschlussvereinbarung funktionslos gewordene Übernahmeausschuss hat bis zu seiner Auflösung am 10. Februar 2025 keine Sitzung abgehalten.
Sitzungsteilnahmen
Die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse werden in der Regel als physische Sitzungen abgehalten, wobei jeweils im Interesse einer möglichst hohen Teilnahmequote auch die Möglichkeit der virtuellen Teilnahme besteht. In Ausnahmefällen – insbesondere bei kurzfristig angesetzten Sondersitzungen oder Sitzungen mit überschaubarer Tagesordnung – werden Sitzungen auch rein virtuell (in aller Regel als Videokonferenz) abgehalten. Das betraf im Berichtszeitraum fünf Aufsichtsratssitzungen (3. Januar, 10. Januar, 10. Februar, 23. Juni und 5. November), sieben Sitzungen des Personalausschusses (13. März, 23. Mai, 30. Mai, 2. Juni, 18. Juni, 18. Juli und 25. Juli), drei Sitzungen des Nominierungsausschusses (13. März, 19. Mai und 2. September) sowie je eine Sitzung des Finanzausschusses (8. August) und des Prüfungsausschusses (8. August).
Lediglich in Einzelfällen werden Mitglieder telefonisch zugeschaltet. Eine Sitzung als Telefonkonferenz wurde im Berichtszeitraum nicht abgehalten. Die Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Berichtszeitraum lag bei durchschnittlich rund 85 %. Die individuellen Teilnahmequoten sind nachstehend tabellarisch aufgeführt.
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|
Gesamt |
|
Aufsichtsrat |
|
Finanz- |
|
Prüfungs- |
|
Immobilien- |
|
Personal- |
|
Nominierungs- |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Prof. Dr. Rüdiger Grube (bis 30.09.25) |
|
100 % |
|
8 / 8 |
|
– |
|
– |
|
n.a. |
|
17 / 17 |
|
3 / 3 |
||||
Marcus Vitt (seit 01.10.25) |
|
100 % |
|
2 / 2 |
|
– |
|
– |
|
1 / 1 |
|
n.a. |
|
n.a. |
||||
Berthold Bose (bis 31.03.25) |
|
80 % |
|
4 / 4 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
0 / 1 |
|
– |
||||
André Kretschmar (seit 01.04.25) |
|
100 % |
|
6 / 6 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
16 / 16 |
|
– |
||||
Kristin Berger (seit 04.02.25) |
|
100 % |
|
8 / 8 |
|
2 / 2 |
|
4 / 4 |
|
– |
|
n.a. |
|
n.a. |
||||
Dr. Andreas Dressel (seit 01.10.25) |
|
100 % |
|
2 / 2 |
|
– |
|
– |
|
1 / 1 |
|
n.a. |
|
– |
||||
Hugues Favard (seit 05.02.25) |
|
81 % |
|
7 / 8 |
|
3 / 4 |
|
3 / 4 |
|
– |
|
– |
|
– |
||||
Alexander Grant |
|
100 % |
|
10 / 10 |
|
4 / 4 |
|
4 / 4 |
|
2 / 2 |
|
– |
|
– |
||||
Holger Heinzel |
|
100 % |
|
10 / 10 |
|
– |
|
– |
|
2 / 2 |
|
– |
|
– |
||||
Dr. Norbert Kloppenburg (bis 10.01.25) |
|
50 % |
|
1 / 2 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
||||
Stefan Koop |
|
100 % |
|
10 / 10 |
|
4 / 4 |
|
4 / 4 |
|
– |
|
17 / 17 |
|
– |
||||
Katharina Kriston (seit 01.10.25) |
|
100 % |
|
2 / 2 |
|
1 / 1 |
|
1 / 1 |
|
1 / 1 |
|
– |
|
n.a. |
||||
Bettina Lentz (bis 06.01.25) |
|
0 % |
|
0 / 1 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
||||
Franziska Reisener |
|
86 % |
|
10 / 10 |
|
– |
|
– |
|
2 / 2 |
|
12 / 17 |
|
– |
||||
Andreas Rieckhof (bis 30.09.25) |
|
86 % |
|
6 / 8 |
|
– |
|
– |
|
0 / 1 |
|
16 / 17 |
|
3 / 3 |
||||
Dr. Sibylle Roggencamp (bis 30.09.25) |
|
97 % |
|
8 / 8 |
|
3 / 3 |
|
0 / 1 |
|
1 / 1 |
|
17 / 17 |
|
3 / 3 |
||||
Søren Toft (seit 24.05.25) |
|
40 % |
|
2 / 5 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
||||
Prof. Dr. Burkhard Schwenker (bis 23.05.25) |
|
100 % |
|
5 / 5 |
|
2 / 2 |
|
2 / 2 |
|
1 / 1 |
|
– |
|
– |
||||
Maren Ulbrich |
|
94 % |
|
9 / 10 |
|
4 / 4 |
|
4 / 4 |
|
-- |
|
-- |
|
-- |
||||
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Corporate Governance
Die Entsprechenserklärung zum DCGK gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) wurde in der Prüfungsausschusssitzung am 10. November 2025 gemeinsam mit dem Vorstand vorbereitet und vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 8. Dezember 2025 verabschiedet, nachdem die Entsprechenserklärung des Vorjahres unterjährig am 19. Mai 2025 aktualisiert worden war. Die aktuelle Entsprechenserklärung sowie weiterführende Informationen zur Corporate Governance finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung im Lagebericht. Die aktuelle Entsprechenserklärung und die Erklärungen der Vorjahre sind auch auf der Internetseite der HHLA unter www.hhla.de/corporategovernance zugänglich.
Aus- und Weiterbildung
Die HHLA unterstützt die Mitglieder des Aufsichtsrats bei der Amtseinführung und bei der Aus- und Weiterbildung. Bei Übernahme des Amts erfolgt in der Regel eine Schulung zur Arbeit des Aufsichtsrats, zu seinen Aufgaben sowie zu den Rechten und Pflichten der Mitglieder. Je nach Bedarf folgen ferner spezielle Einführungen oder Weiterbildungen zur Geschäftstätigkeit der HHLA oder zu sonstigen relevanten Themen. Im Rahmen der laufenden Arbeit wird der Aufsichtsrat regelmäßig über relevante aktuelle Themen informiert, z. B. über neue rechtliche Regelungen oder Bilanzierungsstandards. Schwerpunkte im Berichtszeitraum waren insoweit die Einführung der neuen Aufsichtsratsmitglieder sowie die Entwicklung der regulatorischen Vorgaben im Bereich Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Abschlussprüfung
Die Hauptversammlung vom 3. Juli 2025 hat – im Einklang mit der Empfehlung des Prüfungsausschusses und dem Wahlvorschlag des Aufsichtsrats – die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Hamburg, zum Abschlussprüfer des Jahres- und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2025 und zum Prüfer für die prüferische Durchsicht des verkürzten Abschlusses und des Zwischenlageberichts für den Konzern für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 gewählt. Der Prüfungsausschuss hat dementsprechend im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben und den Empfehlungen des DCGK – insbesondere zur Unabhängigkeit des Abschlussprüfers – den Prüfungsauftrag erteilt und die Prüfungsschwerpunkte vorgegeben. Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss der HHLA für das Geschäftsjahr 2025 einschließlich der als Teil des Anhangs dargestellten Sparteneinzelabschlüsse für die A-Sparte (Teilkonzern Hafenlogistik) und die S-Sparte (Teilkonzern Immobilien) nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 einschließlich der als Teil der Erläuterungen dargestellten Teilkonzernabschlüsse für die A- und die S-Sparte nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den gemäß § 315e HGB ergänzend anzuwendenden Vorschriften sowie den zusammengefassten Bericht über die Lage der HHLA und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2025 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Abschlussprüfer hat ferner den vom Vorstand der HHLA gemäß § 312 AktG aufgestellten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2025 geprüft, über das Ergebnis der Prüfung schriftlich berichtet und den Bericht mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass (1) die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, (2) bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und (3) bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“
Der Abschlussprüfer hat ferner den vom Vorstand gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung in analoger Anwendung des § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zwischen A- und S-Sparte für das Geschäftsjahr 2025 geprüft, über das Ergebnis der Prüfung schriftlich berichtet und den Bericht mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass (1) die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, (2) bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“
Außerdem hat der Abschlussprüfer die zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Erklärung nach § 315c HGB i.V.m. §§ 289c bis 289e HGB einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen, über das Ergebnis dieser Prüfung berichtet und einen uneingeschränkten Vermerk erteilt.
Schließlich hat der Abschlussprüfer auch den Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2025 über die Anforderungen des § 162 Abs. 3 AktG hinaus einer materiellen Prüfung unterzogen, über das Ergebnis seiner Prüfung berichtet und einen uneingeschränkten Vermerk erteilt.
Die genannten Abschlüsse und Berichte sowie die entsprechenden Prüfberichte wurden jeweils unmittelbar nach ihrer Aufstellung und Prüfung allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zugänglich gemacht und in den Sitzungen des Prüfungs- und des Immobilienausschusses jeweils am 20. März 2026 sowie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 24. März 2026 eingehend erörtert. Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an den Sitzungen teil, berichteten jeweils über Umfang, Schwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen für Fragen zur Verfügung. Sie gingen dabei insbesondere auch auf die im Bestätigungsvermerk beschriebenen besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen sowie die Feststellungen zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, ein. Schließlich berichteten sie auch über Art und Umfang der sonstigen vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen.
Der Prüfungs- und der Immobilienausschuss haben sich im Rahmen der Vorprüfung ausführlich mit dem Prüfungsverlauf, den Prüfungsberichten und den Ergebnissen befasst und dem Plenum nach Abschluss ihrer Prüfung die Billigung der Abschlüsse und Berichte empfohlen. Nach eingehender Auseinandersetzung mit den Prüfungsberichten und -ergebnissen des Abschlussprüfers und den Ergebnissen der Vorprüfung durch die Ausschüsse im Plenum und auf Basis unserer eigenen Prüfung haben wir den Ergebnissen der Abschlussprüfung zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss inklusive der Sparteneinzelabschlüsse, den Konzernabschluss inklusive der Teilkonzernabschlüsse sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025 zu erheben. Dementsprechend haben wir den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht in unserer Sitzung am 24. März 2026 gebilligt. Der Jahresabschluss der HHLA für das Geschäftsjahr 2025 ist damit festgestellt. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind auch keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie über die Beziehungen zwischen A- und S-Sparte oder gegen die zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Erklärung zu erheben.
Der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands wurde in den Sitzungen des Prüfungsausschusses – für die A-Sparte – und des Immobilienausschusses – für die S-Sparte – jeweils am 20. März 2026 und in der Sitzung des Aufsichtsrats am 24. März 2026 geprüft und mit dem Vorstand diskutiert. Nach eigener Prüfung – insbesondere unter Berücksichtigung der stark durch steuerliche Effekte belasteten Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 und der anhaltend hohen Investitionen – werden wir der Hauptversammlung, übereinstimmend mit dem Vorstand, vorschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2025, der sich im Wesentlichen aus Gewinnvorträgen aus den Vorjahren ergibt, sowohl für die A-Sparte als auch für die S-Sparte vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.
Personelle Veränderungen
Das Geschäftsjahr 2025 war von diversen Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat geprägt.
Im Vorstand ist Angela Titzrath nach neun Jahren an der Unternehmensspitze zum 30. September 2025 im besten gegenseitigen Einvernehmen aus dem Vorstand ausgeschieden. An ihrer Stelle hat der Aufsichtsrat mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2025 Jeroen Eijsink zum neuen Vorstandsvorsitzenden der HHLA bestellt.
Im Aufsichtsrat ist auf Seiten der Arbeitnehmervertreter der langjährige stellvertretende Vorsitzende Berthold Bose zum 31. März 2025 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. An seiner Stelle ist mit Wirkung ab dem 1. April 2025 André Kretschmar als stellvertretender Vorsitzender nachgefolgt. Auf Seiten der Anteilseigner hat die Hauptversammlung vom 3. Juli 2025 – im Einklang mit dem Wahlvorschlag des Aufsichtsrats – Søren Toft, Kristin Berger und Hugues Favard, die zuvor gerichtlich zu Aufsichtsratsmitgliedern bestellt worden waren, für die ausgeschiedenen Mitglieder Prof. Dr. Burkhard Schwenker, Bettina Lentz und Dr. Norbert Kloppenburg gewählt. Nach dem Ausscheiden des Vorsitzenden Prof. Dr. Rüdiger Grube sowie der Aufsichtsratsmitglieder Andreas Rieckhof und Dr. Sibylle Roggencamp, jeweils zum 30. September 2025, hat das Amtsgericht Hamburg mit Wirkung ab dem 1. Oktober Marcus Vitt, Dr. Andreas Dressel und Katharina Kriston zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt. Marcus Vitt wurde in der Aufsichtsratssitzung am 5. November 2025 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Im Zusammenhang mit den personellen Veränderungen wurden auch die Ausschussmitgliedschaften neu besetzt.
Ich darf mich an dieser Stelle im Namen des Aufsichtsrats bei allen ausgeschiedenen Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern nochmals sehr herzlich für ihr teils langjähriges Wirken, ihr Engagement und ihren erfolgreichen Einsatz für die HHLA bedanken!
Abschließend möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich im Namen des Aufsichtsrats auch bei den amtierenden Vorstandsmitgliedern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren tatkräftigen Einsatz im Geschäftsjahr 2025 und bei unseren Aktionären und Geschäftspartnern für das uns entgegengebrachte Vertrauen zu bedanken.
Hamburg, 24. März 2026
Der Aufsichtsrat
Marcus Vitt
Vorsitzender des Aufsichtsrats