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Geschäftsbericht 2025

Vorwort

Jeroen Eijsink

Vorsitzender des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2025 war nicht nur weltwirtschaftlich bewegt, sondern auch für die HHLA ein ereignisreiches Jahr. Die globalen Märkte standen weiterhin unter dem Einfluss geopolitischer Span­nun­gen und politischer Veränderungen. Besonders die Entwicklungen in der US‑amerikanischen Handelspolitik wirkten sich spürbar auf die globale Wirtschaft und den Welthandel aus.

In diesem anspruchsvollen Umfeld stellte die HHLA ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis und erzielte eine insgesamt positive Geschäftsentwicklung: Sowohl im Containerumschlag an Terminals als auch im Containertransport auf Schiene und Straße verzeichneten wir ein deutliches Wachstum. Der Containerumschlag an den Seehafenterminals der HHLA stieg insgesamt um 5,4 Prozent, in Hamburg um 4,8 Prozent. Im Segment Intermodal erreichten wir ein Wachstum von 10,9 Prozent – ein klarer Beleg für die wachsende Bedeutung unserer Hinterlandverkehre. Auch wenn sich die positive Entwicklung im Verlauf des zweiten Halbjahrs infolge weltwirtschaftlicher Entwicklungen sowie der Umbaumaßnahmen an unseren Hamburger Anlagen deutlich eintrübte, haben wir unseren Umsatz um fast 10 Prozent gesteigert und unsere prognostizierte EBIT-Spanne mit einem Konzern-Betriebsergebnis in Höhe von 161 Millionen Euro erreicht. Der Konzern-Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter lag – stark belastet durch steuerliche Einmaleffekte – bei 10 Millionen Euro.

Neben unseren Ergebnissen hat uns in den vergangenen Wochen ein weiteres Thema intensiv beschäftigt: das Anfang Januar angekündigte Squeezeout-Verlangen der Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE, Mehrheitsgesellschafterin der HHLA. Derzeit wird die Höhe der Barabfindung durch einen unabhängigen Gutachter ermittelt. Im Anschluss bedarf der Squeeze-out der Zustimmung durch die Hauptversammlung. Diesen Prozess werden wir als Vorstand verantwortungsvoll und konstruktiv begleiten.

Im laufenden Geschäftsjahr richten wir unseren Fokus konsequent auf unser Kerngeschäft. Dazu zählt vor allem die Modernisierung unserer Containerterminals in Hamburg. Am HHLA Container Terminal Altenwerder haben wir im Februar die ersten ferngesteuerten Containerbrücken im Hamburger Hafen in Betrieb genommen. Bis 2030 werden dort sämtliche Modelle durch moderne, ferngesteuerte Krane ersetzt. Auch am HHLA Container Terminal Burchardkai kommen wir mit der Automatisierung gut voran: Dort haben wir bereits die ersten Großschiffe erfolgreich mit automatisierten Transportfahrzeugen (Automated Guided Vehicles) abgefertigt. Der Abschluss des Projektes ist für das laufende Jahr vorgesehen.

Wir werden weiter daran arbeiten, unsere Prozesse effizient und nachhaltig zu gestalten.

Jeroen Eijsink, Vorsitzender des Vorstands

Ein zentraler Bestandteil bleibt der Ausbau unseres Hinterlandnetzwerks über unsere Bahntochter METRANS. Ende 2025 haben wir sowohl die Erweiterung des Terminals in Košice angekündigt als auch die Grundsteinlegung für den neuen Standort in Szeged vollzogen. Beide Terminals werden künftig zentrale Knotenpunkte für die Intermodalverkehre von und nach Südosteuropa sein.

Die Fortschritte bei der Modernisierung unserer Infrastruktur und die Weiterentwicklung unseres Netzwerks bilden zugleich die Grundlage für unsere Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr: Insgesamt erwarten wir für 2026 eine deutlich positive Entwicklung, getragen vom weiteren Wachstum im Containerumschlag und Containertransport. Wir gehen davon aus, dass die Umsatzerlöse im Teilkonzern Hafenlogistik gegenüber Vorjahr stark ansteigen werden und streben ein operatives Betriebs­ergebnis (EBIT) in einer Bandbreite von 160 bis 180 Millionen Euro an. Für den Teilkonzern Immobilien erwarten wir eine stabile Umsatz­entwicklung auf Vorjahres­niveau bei projekt- und instandhaltungsbedingt rückläufigem Betriebs­­ergebnis. Auf Konzernebene rechnen wir für 2026 mit Investitionen in einer Bandbreite von 430 bis 480 Millionen Euro, die im Wesentlichen auf den Teilkonzern Hafenlogistik entfallen.

Bei all unseren Investitionen stehen für uns Zuverlässigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt – immer verbunden mit dem Anspruch, die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden weiter zu steigern. Diesem Ziel bleiben wir verpflichtet und werden den eingeschlagenen Weg mit Entschlossenheit fortsetzen.

Mit besten Grüßen

Jeroen Eijsink
Vorsitzender des Vorstands

EBIT
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
Intermodal / Intermodalsysteme
Transport unter Nutzung mehrerer Verkehrsträger (Wasser, Schiene, Straße), der die jeweils spezifischen Vorteile kombiniert.
Investitionen
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie in immaterielle Vermögenswerte
Terminal
In der maritimen Logistik versteht man darunter eine Anlage für den Umschlag von Gütern auf verschiedene Verkehrsträger.

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