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Geschäftsbericht 2025

Erläuterungen zur HHLA AG auf Basis HGB

Der Jahresabschluss der Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft (HHLA AG) wird im Gegensatz zum Konzernabschluss nicht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), sondern nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Gesellschaft im Überblick

Struktur und Geschäftstätigkeit

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist ein führender europäischer Hafen- und Logistikkonzern. Die HHLA AG ist die Muttergesellschaft des HHLA‑Konzerns und steuert den Konzern als strategische Management-Holding. Das operative Geschäft wird von 37 inländischen und 37 ausländischen Tochtergesellschaften und Beteiligungen betrieben. Im Geschäftsjahr 2025 erweiterte die HHLA ihren Konsolidierungskreis zum Ausbau und zur Optimierung ihres Intermodalgeschäfts sowie zur Ausweitung logistiknaher Infrastruktur- und Digitalangebote. Darüber hinaus wurden keine wesentlichen rechtlichen oder organisatorischen Veränderungen vorgenommen.

Die rechtlich selbstständige HHLA AG wurde im Rahmen des Börsengangs am 2. November 2007 in die beiden Teile A‑Sparte und S-Sparte aufgeteilt. Die A‑Sparte repräsentiert den Teilkonzern Hafenlogistik. Die an der Börse notierten A‑Aktien vermitteln eine Beteiligung allein am Ergebnis und Vermögen dieser Geschäftsaktivitäten. Die Entwicklung und das wirtschaftliche Ergebnis des Teilkonzerns Immobilien werden der S-Sparte zugerechnet. Die S-Aktien werden nicht an der Börse gehandelt und befinden sich vollständig im Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH). Im unwahrscheinlichen und bisher nicht vorgekommenen Fall eines Verlusts im Teilkonzern Immobilien würde dieser gemäß einem separat abgeschlossenen Verlustausgleichsvertrag mittelbar durch die FHH übernommen.

Personal

Die Anzahl der Beschäftigten in der HHLA AG betrug am 31. Dezember 2025 insgesamt 1.001 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (im Vorjahr: 981). Davon waren 159 Lohnempfänger (im Vorjahr: 172), 757 Gehaltsempfänger (im Vorjahr: 738) sowie 85 Auszubildende (im Vorjahr: 71). Von den 1.001 Beschäftigten wurden im Berichtsjahr 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Gesellschaften innerhalb des HHLA‑Konzerns entsandt.

Wirtschaftliches Umfeld

Die Entwicklungen der Gesamtwirtschaft und der Branche entsprechen im Wesentlichen denen des HHLA‑Konzerns. Wirtschaftliches Umfeld

Ertragslage

Wesentliche Kennzahlen

in Mio. €

 

2025

 

2024

 

Veränderung

Umsatzerlöse

 

164,2

 

143,5

 

14,4 %

Sonstige Erträge und Aufwendungen

 

- 233,8

 

- 175,3

 

- 33,4 %

Betriebsergebnis

 

- 69,6

 

- 31,8

 

neg.

Finanzergebnis

 

8,8

 

18,5

 

- 52,4 %

Beteiligungsergebnis

 

71,9

 

59,6

 

20,6 %

Ertragsteuern

 

- 53,4

 

7,7

 

neg.

Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss

 

- 42,3

 

54,0

 

neg.

Die Umsatzerlöse der HHLA AG resultierten im Wesentlichen aus der Weiterbelastung von Personalkosten für entsandtes Personal der Holding an die ausgegliederten Unternehmensbereiche in den Segmenten Container und Logistik sowie aus der Verrechnung administrativer Dienstleistungen und Leistungen für IT-Systeme, die in der HHLA AG gebündelt sind. Im Berichtsjahr betrugen die Umsatzerlöse 164,2 Mio. € (im Vorjahr: 143,5 Mio. €). Der Anstieg um 20,7 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus Dienstleistungsverrechnungen mit Tochter­gesellschaften der HHLA AG sowie aus Kompensationserstattungen gemäß der trilateralen Vereinbarung für die Übergabe einer Halle. Konzernanhang, Tz. 48

Die sonstigen Erträge und Aufwendungen belasteten das Ergebnis im Vorjahresvergleich um zusätzlich 58,5 Mio. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus erhöhten Personalaufwendungen, Wertberichtigungen auf Finanzanlagevermögen sowie im Vergleich zum Vorjahr geringeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Das Finanzergebnis wird im Wesentlichen durch die zum Jahresende des Vorjahres aufgenommenen Schuldscheindarlehen belastet.

Die erfolgswirksam vereinnahmten Jahresüberschüsse aus den Tochtergesellschaften und Beteiligungen der HHLA AG haben sich im Vorjahresvergleich um 12,3 Mio. € auf 71,9 Mio. € erhöht (im Vorjahr: 59,6 Mio. €).

Die ausgewiesenen Ertragsteuern resultieren im Wesentlichen aus der Wertberichtigung aktivierter latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aus früheren Geschäftsjahren. Von ihrer Verwertung ist auf Basis der Ertragsaussichten für den Prognosezeitraum, die vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung zurückgenommen wurden, nicht mehr auszugehen.

Das Jahresergebnis ist als Ausschüttungsbemessungsgrundlage die wesentliche Steuerungsgröße für die HHLA AG und betrug im Berichtsjahr - 42,3 Mio. € (im Vorjahr: 54,0 Mio. €). Davon entfallen auf die A‑Sparte - 50,6 Mio. € (im Vorjahr: 44,6 Mio. €) und auf die S-Sparte 8,3 Mio. € (im Vorjahr: 9,4 Mio. €).

Das von der Prognose abweichende Jahresergebnis begründet sich im Wesentlichen durch vorgenannte Wertberichtigungen auf Finanzanlagevermögen sowie aus der Auflösung aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge.

Soll-Ist-Vergleich

in Mio. €

 

Ist 2025

 

Ist 2024

 

Prognose 2025

Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss

 

- 42,3

 

54,0

 

starker Anstieg

Vermögenslage

Bilanzstruktur

in Mio. €

 

31.12.2025

 

31.12.2024

Aktiva

 

 

 

 

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

 

33,3

 

35,8

Finanzanlagen

 

1.390,5

 

1.337,5

Sonstige Aktiva

 

261,4

 

378,9

Bilanzsumme

 

1.685,2

 

1.752,2

 

 

 

 

 

Passiva

 

 

 

 

Eigenkapital

 

536,2

 

589,8

Rückstellungen für Pensionen

 

300,7

 

310,2

Sonstige Passiva

 

848,3

 

852,2

Bilanzsumme

 

1.685,2

 

1.752,2

Eigenkapitalquote in %

 

31,8

 

33,7

Anlagenintensität in %

 

2,0

 

2,0

Die Restbuchwerte der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens betrugen zum Bilanzstichtag 33,3 Mio. € (im Vorjahr: 35,8 Mio. €). Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf 5,3 Mio. € (im Vorjahr: 4,7 Mio. €). Der Investitionsschwerpunkt lag dabei auf dem Ausbau der IT-Landschaft.

Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen infolge der Begebung von Ausleihungen um insgesamt 53,0 Mio. € auf 1.390,5 Mio. €.

Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Jahresende 2024 um 53,6 Mio. € reduziert. Der Rückgang wird durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von 42,3 Mio. € sowie die Ausschüttung der Bardividende in Höhe von 11,3 Mio. € bestimmt.

Entwicklung der Pensionsrückstellungen

in Mio. €

 

2025

 

2024

Bilanzwert am 01.01.

 

310,2

 

323,3

In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand

 

9,1

 

5,5

Rentenzahlungen

 

- 18,9

 

- 18,6

Bilanzwert am 31.12.

 

300,7

 

310,2

Die HHLA AG bewertet die Ansprüche aus bestehenden Pensionsverpflichtungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren „Projected Unit Credit Method“. Dabei erfolgt die Zuordnung künftiger Leistungen im Verhältnis der bereits zurückgelegten zu der bis zum Eintritt des jeweiligen Versorgungsfalls möglichen Dienstzeit. Zusätzlich werden die künftig zu erwartenden Renten- und Entgeltsteigerungen berücksichtigt. Für das Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre von 2,06 % (im Vorjahr: 1,90 %) angewandt. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Pensionsrückstellung pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Die Pensionsrückstellung betrug zum Bilanzstichtag 300,7 Mio. € (im Vorjahr: 310,2 Mio. €).

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 38,6 Mio. € (im Vorjahr: 4,3 Mio. €). Dieser stieg im Wesentlichen aufgrund einer im Vergleich zum Vorjahr deutlichen Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber der Freien und Hansestadt Hamburg und war darüber hinaus durch das Betriebsergebnis und vereinnahmte Beteiligungsergebnisse geprägt. Wie im Vorjahr ist der Cashflow aus Investitionstätigkeit im Wesentlichen aufgrund von Umwidmungen von Cash-Pool-Verträgen in mittelfristige Ausleihungen erhöht.

Der Finanzmittelfonds setzte sich im Rahmen bestehender Cash-Pool-Verträge aus Salden gegenüber Tochtergesellschaften in Höhe von - 5,3 Mio. € (im Vorjahr: - 60,8 Mio. €), liquiden Mitteln in Form von Bankguthaben in Höhe von 62,6 Mio. € (im Vorjahr: 148,2 Mio. €), davon kurzfristige Einlagen bei Kreditinstituten in Höhe von 0,0 Mio. € (im Vorjahr: 20,0 Mio. €), sowie Clearing-Forderungen gegenüber der Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH (HGV), Hamburg, in Höhe von 15,5 Mio. € (im Vorjahr: 54,8 Mio. €) zusammen. Die HHLA AG ist mit der S-Sparte in das Cash-Clearing-System der HGV einbezogen.

Liquiditätsanalyse

in Mio. €

 

2025

 

2024

Finanzmittelfonds am 01.01.

 

142,2

 

370,2

Cashflow aus laufender Tätigkeit

 

38,6

 

4,3

Cashflow aus Investitionstätigkeit

 

- 87,7

 

- 420,5

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

 

- 20,3

 

188,2

Finanzmittelfonds am 31.12.

 

72,8

 

142,2

davon ggü. Tochtergesellschaften

 

- 5,3

 

- 60,8

davon liquide Mittel

 

78,1

 

203,0

Risiko- und Chancenbericht

Die Geschäftsentwicklung der HHLA AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des HHLA‑Konzerns. An den Risiken ihrer Tochterunternehmen und Beteiligungen partizipiert die HHLA AG grundsätzlich ihrer jeweiligen Beteiligungsquote entsprechend.

Die HHLA AG als Mutterunternehmen des HHLA‑Konzerns ist in das konzernweite Risiko- und Chancenmanagementsystem eingebunden. Im Kapitel Risiko- und Chancenmanagement des zusammengefassten Lageberichts erfolgt die nach § 289 Abs. 4 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems. Risiko- und Chancenmanagement

Prognosebericht

Ausblick

Die Erwartungen für die HHLA AG spiegeln sich aufgrund ihrer Verflechtungen mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern in der Prognose des Konzerns wider. Es wird erwartet, dass sich die für den HHLA‑Konzern getroffenen Aussagen zur Markt- und Umsatzentwicklung im Wesentlichen in den Umsatzerlösen der HHLA AG widerspiegeln werden. Darüber hinaus wird das Beteiligungsergebnis das Jahresergebnis der HHLA AG wesentlich beeinflussen. Prognosebericht

Erwartete Ertragslage 2026

Auf Basis der im Prognosebericht des Konzerns erwarteten Ertragslage des HHLA-Konzerns und der vorherigen Ausführungen geht die HHLA AG wieder von einem deutlich positiven Jahresergebnis 2026 aus. Auch für die HHLA AG ist eine verlässliche Prognose aufgrund der im Prognosebericht des Konzerns beschriebenen unsicheren Rahmenbedingungen weiterhin nicht möglich. Erwartete Konzernentwicklung

Erwartete Vermögens- und Finanzlage 2026

Auf Basis der im Prognosebericht des Konzerns beschriebenen liquiditätssteuernden Maßnahmen geht die HHLA AG von einer weiterhin stabilen Finanzlage aus. Erwartete Konzernentwicklung

Dividende

Die Gewinnverwendung der HHLA AG orientiert sich wie im Vorjahr an der Ergebnisentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres. Ertragslage

Finanzergebnis
Zinserträge – Zinsaufwand +/– Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen +/– sonstiges Finanzergebnis
IFRS
International Financial Reporting Standards
Investitionen
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie in immaterielle Vermögenswerte

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