Segment Container
in Mio. € |
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2025 |
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2024 |
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Veränderung |
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Umsatzerlöse |
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843,2 |
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773,3 |
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9,0 % |
EBITDA |
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167,8 |
|
167,8 |
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- 0,0 % |
EBITDA-Marge in % |
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19,9 |
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21,7 |
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- 1,8 PP |
EBIT |
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73,6 |
|
78,7 |
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- 6,4 % |
EBIT-Marge in % |
|
8,7 |
|
10,2 |
|
- 1,5 PP |
Containerumschlag in Tsd. TEU |
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6.295 |
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5.970 |
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5,4 % |
Im Berichtsjahr 2025 stieg der Containerumschlag an den Containerterminals der HHLA im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 5,4 % auf 6.295 Tsd. Standardcontainer (TEU) (im Vorjahr: 5.970 Tsd. TEU).
Containerumschlag
in Tsd. TEU
An den Hamburger Containerterminals konnte der Umschlag um 4,8 % auf 5.956 Tsd. TEU zulegen (im Vorjahr: 5.686 Tsd. TEU). Während die Mengen der Überseeverkehre mit dem Fahrtgebiet Nordamerika stark zurückgingen, nahmen die Umschlagmengen der Fahrtgebiete Fernost – insbesondere China – sowie Südamerika, Afrika, Australien und Mittlerer Osten zu. Deutlich erhöhte Ladungsmengen wurden zudem im Verkehr mit anderen europäischen Hochseehäfen erzielt, vor allem aus dem Vereinigten Königreich, Belgien, Spanien und den Niederlanden. Ursache hierfür sind weiterhin bestehende Routenverlagerungen infolge des militärischen Konflikts im Roten Meer.
Die Mengen der Zubringerverkehre (Feeder) legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zu. Neben den stark gestiegenen finnischen Verkehren verzeichnete der Containerumschlag mit Polen sowie anderen deutschen Häfen einen starken Anstieg. Gegenläufig entwickelten sich hingegen die Ladungsmengen aus Estland, Lettland und dem Vereinigten Königreich. Die Feederquote am wasserseitigen Umschlag lag bei 19,6 % (im Vorjahr: 19,4 %).
Die internationalen Containerterminals verzeichneten währenddessen einen starken Anstieg des Umschlagvolumens von 19,2 % auf 339 Tsd. TEU (im Vorjahr: 284 Tsd. TEU). Dies ist neben geplanten Mengenzuwächsen bei HHLA PLT Italy besonders auf die im dritten Quartal 2024 erfolgte, eingeschränkte Wiederaufnahme des wasserseitigen Umschlags am Container Terminal Odessa (CTO) zurückzuführen. Im Vorjahr war der Betrieb im ersten Halbjahr vollständig ausgesetzt. Die wasserseitigen Umschlagvolumen am Multifunktionsterminal HHLA TK Estonia nahmen hingegen geringfügig ab.
Die Umsatzerlöse des Segments stiegen im Geschäftsjahr deutlich um 9,0 % auf 843,2 Mio. € (im Vorjahr: 773,3 Mio. €). Maßgeblich hierfür waren im Wesentlichen die höhere Umschlagmenge sowie die vorteilhaften Verschiebungen im Modalsplit. Darüber hinaus leisteten die internationalen Containerterminals einen positiven Beitrag zur Umsatzentwicklung. Treiber waren neben zusätzlichen temporären Erlösen aus Sedimenteinlagerungen insbesondere die insgesamt positive Mengen‑ und Erlösentwicklung sowie höhere Lagergelderlöse an den Terminals TK Estonia und PLT Italy. Gegenläufig wirkten sich dagegen die im Jahr 2024 sehr hohen Erlöse aus dem Getreidetransport am CTO aus, die im aktuellen Geschäftsjahr substanziell niedriger ausfielen.
Die im Betriebsergebnis berücksichtigten sonstigen betrieblichen Erträge und die Aufwendungen – zusammen als EBIT-Kosten definiert – nahmen im vergangenen Geschäftsjahr per saldo um 11,5 % zu. Wesentliche Treiber waren u. a. die positive Mengenentwicklung und die damit verbundene stärkere Auslastung. Der Personalaufwand lag aufgrund der Tarifentwicklung sowie des zusätzlichen Einsatzes von Personal aus dem Pool des Gesamthafenbetriebs (GHB) stark über dem Vorjahresniveau. Auch die Aufwendungen für Beratungen und Dienstleistungen sowie die gestiegenen Kosten für bezogene Leistungen erhöhten sich stark. Darüber hinaus nahm der Abschreibungsaufwand infolge notwendiger Investitionen moderat zu. Gegenläufig wirkten sich insbesondere die seit März 2023 umgesetzten Maßnahmen zur Ergebnissicherung an den Hamburger Containerterminals sowie weitere umfangreiche Transformationsprozesse innerhalb des Segments Container aus.
Das Betriebsergebnis (EBIT) sank in der Folge um 6,4 % auf 73,6 Mio. € (im Vorjahr: 78,7 Mio. €). Die EBIT-Marge lag mit 8,7 % um 1,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahr (im Vorjahr: 10,2 %).
Zur Steigerung der Energie- und Kosteneffizienz setzte die HHLA ihre Investitionen in klimafreundliche und moderne Terminaltechnik fort. Am Container Terminal Altenwerder (CTA) läuft derzeit die Inbetriebnahme von drei ersatzweise beschafften Containerbrücken. Diese umfasst neben der bereits abgeschlossenen technischen Inbetriebsetzung, Fernsteuerung und Automatisierung auch die Qualifizierung der Beschäftigten. Das zweite Lieferlos wird zurzeit in Cobh (Irland) montiert und soll im zweiten Quartal 2026 nach Hamburg geliefert werden.
Die für die Elektrifizierung der Zugmaschinen benötigte Infrastruktur ist fertiggestellt, und zehn emissionsfreie Zugmaschinen sind bereits in Betrieb. Zehn weitere batteriebetriebene Fahrzeuge befinden sich im Zulauf; einige davon wurden erfolgreich getestet und stehen kurz vor der Inbetriebnahme. Im Zuge der Ablösung des vorhandenen AGV‑Systems wurden im vierten Quartal umfangreiche Anpassungen und Erweiterungen an der Zaun‑ und Toranlage, an ersten Lagerkranen, an AGVs sowie an ersten Containerbrücken vorgenommen. Parallel dazu werden die Systeme im Labortest erprobt, bevor im zweiten Quartal 2026 die Tests mit Echtgeräten beginnen. Die Inbetriebnahme des neuen Systems ist für Januar 2027 vorgesehen.
Am Container Terminal Burchardkai (CTB) wurden die Baumaßnahmen an den Blöcken 28 und 29 fortgeführt. Hierfür wurde eine erste größere Anzahlung geleistet. Zwei neue Containerbrücken gingen in Betrieb, die Tests auf der neuen AGV‑Fläche dauern noch an. Das im Rahmen des AGV‑Projekts errichtete Werkstattgebäude wurde im Dezember abgenommen.
Am Container Terminal Tollerort (CTT) wurde ein zweiter Dreh‑Spreader für Projektladungen übernommen.