Branchenumfeld
in % |
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2025 |
|
2024 |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Welt |
|
5,5 |
|
7,6 |
||||
Asien insgesamt |
|
5,5 |
|
7,2 |
||||
China |
|
5,5 |
|
7,5 |
||||
Europa insgesamt |
|
6,3 |
|
6,2 |
||||
Nordwesteuropa |
|
5,6 |
|
5,9 |
||||
Skandinavien und baltischer Raum |
|
8,9 |
|
8,4 |
||||
Westliches Mittelmeer |
|
2,8 |
|
7,8 |
||||
Östliches Mittelmeer und Schwarzes Meer |
|
9,6 |
|
4,7 |
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Der weltweite Containerverkehr zeigte im Jahr 2025 inmitten erheblicher Herausforderungen eine hohe Widerstandsfähigkeit. Trotz der anhaltenden Krise im Roten Meer, einer verschärften und volatilen Zollpolitik sowie verschiedener Störungen in den Lieferketten verzeichneten die Containerhäfen weltweit in den ersten neun Monaten 2025 ein Umschlagwachstum von 5,8 % gegenüber dem Vorjahr. Für das vierte Quartal wird auf Grundlage aktueller Schätzungen von Drewry ebenfalls mit einem deutlichen, wenn auch im Vergleich zu den Vorquartalen moderaterem Wachstum gerechnet. Vor diesem Hintergrund haben die Analysten ihre Prognose angehoben und erwarten für das Gesamtjahr 2025 ein Plus von 5,5 %.
In mehreren Regionen außerhalb Nordamerikas fiel das Wachstum im Containerumschlag höher aus als erwartet. Während die Handels- und Wirtschaftspolitik der USA zu einer Verlangsamung im Containerumschlag Nordamerikas beitrug, führte die verschärfte Zollpolitik der US-Regierung zugleich zu einem Anstieg des Containerwachstums in anderen Regionen. Um rückläufige Warenströme in die USA zu kompensieren, weitete China seine Exportaktivitäten auf andere Regionen aus und veränderte dadurch etablierte globale Handelsmuster.
Für Asien, die weltweit umschlagstärkste Region, erwartet das Marktforschungsinstitut Drewry im Berichtsjahr einen Anstieg im Containeraufkommen von 5,5 %. Für die chinesischen Häfen wird ebenfalls mit einer Zuwachsrate von 5,5 % gegenüber dem Vorjahr gerechnet.
Auch Europa verzeichnete ein deutliches Umschlagwachstum: Nach Schätzungen von Drewry stieg das Containeraufkommen in den europäischen Häfen 2025 um 6,3 %. Besonders stark entwickelten sich hierbei die Häfen in Skandinavien und dem baltischen Raum sowie im östlichen Mittelmeer und im Schwarzen Meer mit Wachstumsraten von 8,9 % bzw. 9,6 %. Die Wachstumsdynamik im Fahrtgebiet Nordwesteuropa lag mit 5,6 % geringfügig unter dem Vorjahresniveau.
in Mio. TEU |
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2025 |
|
2024 |
|
Veränderung |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Rotterdam |
|
14,2 |
|
13,8 |
|
3,1 % |
||||
Antwerpen-Brügge |
|
13,6 |
|
15,5 |
|
0,7 % |
||||
Hamburg |
|
8,3 |
|
7,8 |
|
7,3 % |
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Die Entwicklung in den großen Containerhäfen der Nordrange sowie den größten Häfen der Ostsee verlief im Berichtsjahr uneinheitlich. Im Hamburger Hafen lag das Umschlagaufkommen mit 8,3 Mio. TEU um 7,3 % über dem Vorjahr (im Vorjahr: 7,8 Mio. TEU). Der größte europäische Containerhafen Rotterdam erreichte 14,2 Mio. TEU und damit ein Umschlagplus von 3,1 %. Im Hafen Antwerpen‑Brügge erhöhte sich der Containerumschlag 2025 leicht um 0,7 % auf 13,6 Mio. TEU.
In den Bremischen Häfen stieg das Umschlagvolumen bis einschließlich November 2025 um 9,3 % auf 4,5 Mio. TEU an. Der JadeWeserPort in Wilhelmshaven erzielte ein außergewöhnlich starkes Wachstum und meldete für die ersten drei Quartale 2025 mit 86,3 % fast eine Verdoppelung seines Umschlags. Im September wurde erstmals die 1-Million-TEU-Marke überschritten. Auch der polnische Hafen Gdánsk erreichte ein neues Rekordniveau und steigerte seinen Containerumschlag um 23 % auf nahezu 2,8 Mio. TEU.
Die vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr beauftragte Studie zum Güter‑ und Personenverkehr wurde zuletzt auf Basis der Daten vom August 2025 veröffentlicht und enthält eine Prognose für das Gesamtjahr 2025.
in % |
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2025 |
|
2024 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Transportaufkommen |
|
- 1,3 |
|
- 1,7 |
||||
Straßenverkehr |
|
- 1,2 |
|
- 2,3 |
||||
Eisenbahnverkehr |
|
- 1,5 |
|
0,1 |
||||
Kombinierter Verkehr (Schiene) |
|
0,9 |
|
2,9 |
||||
Transportleistung |
|
- 1,5 |
|
- 0,3 |
||||
Straßenverkehr |
|
- 1,5 |
|
- 1,3 |
||||
Eisenbahnverkehr |
|
- 1,1 |
|
0,8 |
||||
Kombinierter Verkehr (Schiene) |
|
1,5 |
|
5,4 |
||||
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Die Erhebung geht – wie bereits im Vorjahr – von einem erneuten Rückgang des gesamtmodalen Güterverkehrs in Deutschland aus; ausgenommen davon ist der kombinierte Verkehr Straße/Schiene. Das Transportaufkommen soll demnach gegenüber dem Vorjahresniveau um 1,3 % sinken, die Transportleistung – als Produkt aus Transportmenge und Transportentfernung – sogar um 1,5 %. Im Straßenverkehr wird ein Rückgang des Transportaufkommens um 1,2 % erwartet, die Transportleistung dürfte um 1,5 % zurückgehen. Im Eisenbahnverkehr wird das Transportaufkommen voraussichtlich um 1,5 % und die Transportleistung um 1,1 % zurückgehen. Für den kombinierten Verkehr wird dagegen – nach dem starken Wachstum im Vorjahr – weiterhin eine positive Entwicklung prognostiziert: Das Aufkommen soll um 0,9 % steigen, die Transportleistung um 1,5 % über dem Vorjahresniveau liegen.