Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
in % |
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2025 |
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2024 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Welt |
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3,3 |
|
3,3 |
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Fortgeschrittene Volkswirtschaften |
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1,7 |
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1,8 |
||||
USA |
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2,1 |
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2,8 |
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Euroraum |
|
1,4 |
|
0,9 |
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Deutschland |
|
0,2 |
|
- 0,5 |
||||
Italien |
|
0,5 |
|
0,7 |
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Aufstrebende Volkswirtschaften (Schwellen- und Entwicklungsländer) |
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4,4 |
|
4,3 |
||||
Aufstrebende asiatische Volkswirtschaften |
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5,4 |
|
5,3 |
||||
China |
|
5,0 |
|
5,0 |
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Mittel- und Osteuropa (aufstrebende europäische Volkswirtschaften) |
|
2,0 |
|
3,5 |
||||
Russland |
|
0,6 |
|
4,3 |
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Welthandel |
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4,1 |
|
3,6 |
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Laut Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2025 weiterhin widerstandsfähig. Das Expansionstempo fiel in der ersten Jahreshälfte 2025 – trotz wirtschaftspolitischer Unsicherheiten infolge von Entscheidungen der US‑Regierung – nur geringfügig niedriger aus als im zweiten Halbjahr 2024. Nach jüngsten Schätzungen des IWF lag die globale Wachstumsrate im dritten Quartal 2025 bei 2,4 % und damit höher als erwartet, wobei erhebliche Unterschiede zwischen Ländern und Wirtschaftssektoren bestanden. Ein wesentlicher Treiber der globalen Konjunktur war der anhaltende Anstieg technologiebezogener Investitionen, einschließlich künstlicher Intelligenz (KI), der insbesondere in technologisch führenden Regionen wie den USA und Teilen Asiens positive Impulse setzte. Ergänzend wirkten fiskalische und monetäre Unterstützungsmaßnahmen, insgesamt günstige Finanzierungsbedingungen sowie eine hohe Anpassungsfähigkeit des Privatsektors stabilisierend. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet der IWF ein Weltwirtschaftswachstum von 3,3 %.
Der Welthandel entwickelte sich 2025 trotz anhaltender Unsicherheiten durch die volatile US-amerikanische Zollpolitik robust. Insbesondere im asiatischen Raum nahm der Außenhandel bis zuletzt spürbar zu. In der Region profitierte vor allem die exportorientierte Halbleiter- und Technologieindustrie von den stark steigenden Investitionen in den Informations- und Technologiesektor. Seit der letzten Veröffentlichung des IWF im Oktober 2025 haben sich die globalen Handelsspannungen weiter abgeschwächt, können jedoch jederzeit erneut aufflammen.
Die konjunkturelle Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verlief im Jahr 2025 uneinheitlich. Die gesamtwirtschaftliche Leistung der Industrieländer expandierte im Berichtszeitraum um 1,7 %. In den Vereinigten Staaten beschleunigte sich das Wachstum insbesondere aufgrund steigernder Technologieinvestitionen und -ausgaben, die in den ersten drei Quartalen Schätzungen zufolge rund 0,3 Prozentpunkte zum durchschnittlichen annualisierten BIP-Wachstum beitrugen und damit die Belastungen infolge des längsten Regierungsstillstands der US-Geschichte ausglichen. Im Euroraum erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,4 %, getragen von einem starken Wachstum in Frankreich und Spanien. Deutschland blieb hingegen wieder hinter der Entwicklung der übrigen Mitgliedsstaaten der Währungsunion zurück.
In den aufstrebenden Volkswirtschaften blieb die konjunkturelle Dynamik insgesamt robust. Nach Einschätzung des IWF lag das Wirtschaftswachstum 2025 bei 4,4 %. Das chinesische BIP expandierte im Berichtszeitraum um 5,0 % und entsprach somit exakt dem von der Regierung ausgegebenen Wachstumsziel. Während die chinesischen Exporte in die USA infolge des Handelskonflikts um rund ein Fünftel zurückgingen, erhöhten sich die Ausfuhren in andere Weltregionen deutlich, was auf eine erfolgreiche Diversifizierung der Absatzmärkte chinesischer Hersteller zurückzuführen ist.
Nach aktueller Einschätzung des IWF hat sich die wirtschaftliche Entwicklung in Russland deutlich abgeschwächt. Für 2025 wird nur noch ein Wachstum von 0,6 % erwartet, nachdem das russische BIP im Vorjahr – insbesondere infolge hoher Staatsausgaben für die Kriegsmaschinerie – noch um 4,3 % zugenommen hatte. Zu den wesentlichen Gründen für die nachlassende Dynamik zählen hohe Zinssätze, eine angespannte Lage am russischen Arbeitsmarkt sowie anhaltende westliche Sanktionen. Für die Ukraine rechnete der IWF in seiner Prognose vom Oktober 2025 nach einem Wachstum von 2,9 % im Jahr 2024 mit einer Abschwächung auf 2,0 % im Berichtsjahr. Die estnische Volkswirtschaft wird hingegen nach einem geringen Rückgang im Vorjahr im Jahr 2025 voraussichtlich um 0,5 % wachsen. (IWF, Oktober 2025)
Die deutsche Wirtschaft hat sich im vergangenen Jahr auf einem niedrigen Niveau stabilisiert, ohne jedoch nennenswerte Wachstumsimpulse zu entfalten. Die anhaltende Schwäche der Industrie blieb dabei ein zentraler Belastungsfaktor; der Beschäftigungsabbau setzte sich in diesem Sektor fort. Auch die deutsche Exportwirtschaft litt weiterhin unter einer verhaltenen globalen Nachfrage. Nach Einschätzung des IWF erzielte die größte Volkswirtschaft Europas im Gesamtjahr 2025 lediglich ein geringes Wachstum von 0,2 %.