Geschäftsbericht 2024

Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Nicht geprüft

Abfälle

Ressourcenschonendes Handeln der HHLA zeigt sich beim Abfallmanagement und beim Einsatz von recyceltem Baumaterial für die Instandhaltung der Terminalflächen. Beim Abfallmanagement setzt die HHLA so weit wie möglich auf Abfallvermeidung und Abfalltrennung, um wiederverwendbare Abfälle dem Ressourcenkreislauf zuzuführen. Die Menge einzelner Abfallarten kann aufgrund unterschiedlicher Umschlagmengen an den verschiedenen Terminals der HHLA von Jahr zu Jahr stark variieren.

Die erfasste Abfallmenge sank im Berichtsjahr an den Standorten in Deutschland um 9,1 % auf 7.769 t (im Vorjahr: 8.544 t). Grundsätzlich unterscheidet die HHLA in nicht gefährliche und gefährliche Abfälle. Die Verringerung im Jahr 2024 war im Wesentlichen auf eine geringere Menge an nicht gefährlichen Abfällen (im Wesentlichen Fruchtabfälle) zurückzuführen. Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren beziehen sich die Mengenangaben auf den operativen Betrieb (ohne Baumaßnahmen und Gerätestilllegungen).

Nicht gefährliche Abfälle

Die Fruchtabfälle, die im Berichtsjahr mit 41,8 % den größten Anteil an den Abfällen stellten, sanken gegenüber dem Vorjahr um 15,1 % auf 3.249 t (im Vorjahr: 3.827 t). Bei dieser Abfallart handelt es sich um nicht mehr zum Verzehr oder zur Weiterverarbeitung geeignete Fruchtabfälle wie beispielsweise Bananen oder Ananas. Die HHLA hat keinerlei Einfluss auf die Mengenentwicklung dieser Abfälle, da es sich um Importe handelt, die für den Vertrieb ungeeignet in Hamburg ankommen und entsorgt werden müssen. Der größte Anteil davon in Höhe von 3.152 t (im Vorjahr: 2.561 t) wurde in einer externen Biogasanlage für die Stromproduktion genutzt. Auf diese Weise wurden im Berichtszeitraum 627.984 kWh Strom CO2-frei produziert.

Im Jahr 2024 stellten gemischte Metalle die zweitgrößte Abfallart dar. Dabei handelt es sich z. B. um nicht mehr einsatzfähige Stahlseile von Containerbrücken oder Lagerkränen. Diese Abfallart wird vollständig in den Recyclingkreislauf zurückgeführt. Die Menge sank im Berichtsjahr um 2,9 % auf 807 t (im Vorjahr: 831 t).

Verpackungen aus Papier, Pappe, Karton und Mischpapier stellen mengenmäßig die drittgrößte Abfallart dar, deren Volumen um 10,8 % auf 497 t gestiegen ist (im Vorjahr: 449 t). Die viertgrößte Abfallart, waren Schlämme aus Öl-/Wasserabscheidern, die als gefährliche Abfälle klassifiziert werden.

Abfallmenge

in Tsd. Tonnen

Entwicklung der Abfallmenge (Liniendiagramm)

Der Gewerbeabfall zur Vorbehandlung und gemischte Verpackungen sind mit einem Volumen von 401 t die fünftgrößte Abfallart (im Vorjahr: 416 t). Sie sind somit gegenüber dem Vorjahr um 3,8 % gesunken. Dieser Gewerbeabfall setzt sich aus Hausmüll und hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen zusammen.

Schlämme aus den betriebseigenen Fettabscheidern stellten die sechstgrößte Abfallart dar. Die Mengen sanken 2024 um 1,8 % auf 336 t (im Vorjahr: 342 t).

Bei der insgesamt siebtgrößten Abfallart handelt es sich um Restmüll, dessen Menge im Berichtsjahr um 14,6 % auf 277 t anstieg (im Vorjahr: 242 t).

Die achtgrößte Abfallart besteht aus Alt- und Bauholz mit einem Zuwachs um 22,7 %, dies entspricht 252 t (im Vorjahr: 205 t).

Gefährliche Abfälle

Die mengenmäßig größte Abfallart die als gefährlich klassifiziert ist, waren Schlämme aus Öl-/Wasserabscheidern. Die Menge sank um 5,5 % auf 426 t (im Vorjahr: 450 t). Diese Abfallart entsteht primär bei der Reinigung von Portalhubwagen (Van-Carriern) und anderen Großgeräten mit Hochdruckreinigern und stellt insgesamt die viertgrößte Abfallart dar. Die Abfallart andere Emulsionen, die z. B. bei Ölspurbeseitigungen entstehen, verzeichnete einen Rückgang um 32,6 % auf 187 t (im Vorjahr: 278 t). Diese Abfallart stellt die insgesamt neuntgrößte Abfallart dar.

Recycling

Der größte direkte Materialeinsatz ohne Investitionen in Geräte und Maschinen der HHLA ist nach dem Einsatz von Energie der von Baustoffen. Hier werden zur Instandhaltung vorhandener Terminalflächen und zur Ertüchtigung bestehender Flächen auch recycelte Baustoffe eingesetzt. Dies minimiert den Ressourcenverbrauch und senkt zugleich die Treibhausgasemissionen.

Im Vergleich zum Vorjahr sank die Menge der eingesetzten recycelten Baustoffe auf den Hamburger Terminals um 56,7 % auf 21.340 t (im Vorjahr: 49.259 t). Dieser Rückgang ist auf die bereits erfolgte bauliche Fertigstellung der Lagerblöcke 25-27 am CTB sowie der Durchführung von weniger materialintensiven Flächensanierungen im Berichtsjahr zurückzuführen.

Auf die Sanierung der zukünftigen AGV-Flächen am CTB sowie auf weitere Flächensanierungen entfiel die Verwendung von 11.165 t Recyclingasphalt. Diese stellt die größte verwendete recycelte Baustoffart mit einem Anteil von 52,3 % dar. Den zweitgrößten Anteil am Einsatz recycelter Baustoffe mit 22 % bzw. 4.700 t stellt die Verwendung von Betonmineralgemisch dar. Dieses wurde für die Fertigstellung der Lagerblöcke am CTB eingesetzt. Mit einem Anteil von 14,1 % und einem Materialeinsatz von 3.000 t wurde Elektroofenschlacke für Flächensanierungen und die Vorbereitung der AGV-Flächen am CTB verwendet. Für die Lagerblöcke wurden zudem 2.475 t (11,6 %) zementgebundene Müllverbrennungsschlacke eingebracht.

Die Verwendung runderneuerter Reifen für Umschlaggeräte und Container-Chassis oder die Vor-Ort-Reinigung von verwendeten Ölen und deren Wiedereinsatz verbessern ebenfalls die Ressourcennutzung und werden von verschiedenen Bereichen realisiert.

Automated Guided Vehicle (AGV)
Vollautomatisches, fahrerloses Transportfahrzeug, das auf dem HHLA Container Terminal Altenwerder die Container zwischen den Containerbrücken an der Wasserseite und dem Blocklager bewegt.
Investitionen
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie in immaterielle Vermögenswerte
Terminal
In der maritimen Logistik versteht man darunter eine Anlage für den Umschlag von Gütern auf verschiedene Verkehrsträger.

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