Geschäftsbericht 2024

Erwartete Konzernentwicklung

Vergleich zur Vorjahresprognose

Die im Geschäftsbericht 2023 gegebene Prognose für das Jahr 2024 wurde im Laufe des Geschäftsjahres insgesamt zwei Mal aufgrund uneinheitlicher Entwicklung in den für den Teilkonzern Hafenlogistik wesentlichen Märkten angepasst.

So wurden im Rahmen des Halbjahresfinanzberichts die Erwartungen für den Containerumschlag aufgrund eingetrübter Konjunktur auf einen moderaten Anstieg abgesenkt. Der mehrheitliche Erwerb der Roland Spedition GmbH im zweiten Quartal führte hingegen zu einer Anhebung der Erwartungen für den Containertransport auf einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Zudem trugen längere Verweildauern von Containern an den Hamburger Terminals zur Verbesserung der Erlössituation bei. Infolgedessen wurden die Umsatzprognosen für den Konzern, den Teilkonzern Hafenlogistik sowie das Segment Intermodal angehoben. Während die Erwartungen an das operative Betriebsergebnis (EBIT) im Teilkonzern Hafenlogistik unverändert in der Bandbreite von 70 bis 100 Mio. € blieben, wurde für das Segment Container aufgrund des höheren erwarteten Erlösniveaus, der Effekte aus der Neubewertung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer für einige Anlagegüter sowie einer Teilauflösung der Restrukturierungsrückstellung nunmehr von einem starken Anstieg ausgegangen. Darüber hinaus wurde die EBIT-Erwartung im Teilkonzern Immobilien auf das Niveau des Vorjahres abgesenkt.

Auf Grundlage der positiven Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des Jahres wurden die Umsatzprognosen für den Teilkonzern Hafenlogistik, insbesondere aufgrund der verbesserten Erlöse im Bahnverkehr, Ende Oktober im Rahmen einer Ad-hoc-Mitteilung erneut angehoben. Aufgrund des höheren Erlösniveaus durch temporär längere Verweildauern von Containern an den Hamburger Terminals wurde auch die Erwartung an das Betriebsergebnis (EBIT) angehoben. Für den Konzern wurde nunmehr von einer Bandbreite von 125 bis 145 Mio. € und für den Teilkonzern Hafenlogistik eine Bandbreite von 110 bis 130 Mio.  € erwartet. Die Prognose für die Entwicklung des Containerumschlags wurde hingegen auf einen leichten Anstieg abgesenkt. Zum gleichen Zeitpunkt wurde auch die Bandbreite für Investitionen im Konzern auf 325 bis 375 Mio. € und für den Teilkonzern Hafenlogistik auf 300 bis 350 Mio. € reduziert.

Zum Jahresende 2024 wurde sowohl die Entwicklung der Umsatzerlöse im Konzern, im Teilkonzern Hafenlogistik, im Segment Container und Segment Intermodal als auch im Teilkonzern Immobilien bestätigt. Auch die EBIT-Bandbreiten auf Konzern- und Teilkonzernebene Hafenlogistik sowie die EBIT-Entwicklungsaussagen für das Segment Container, das Segment Intermodal und den Teilkonzern Immobilien konnten erreicht werden.

Während der Containerumschlag zum Jahresende hingegen nur einen geringfügigen Anstieg aufwies, verzeichnete der Containertransport hingegen einen starken Anstieg. Der Konzernumsatz fiel ebenfalls besser aus als zuletzt noch angenommen.

Die Investitionen auf Konzernebene und im Teilkonzern Hafenlogistik fielen geringer aus als prognostiziert. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Erwartete Ertragslage

Für das aktuelle Geschäftsjahr wird im Teilkonzern Hafenlogistik sowohl für den Containerumschlag als auch für den Containertransport mit einem starken Anstieg gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Für die Umsatzerlöse wird ebenfalls von einem starken Anstieg im Vergleich zum Jahr 2024 ausgegangen. Für den Teilkonzern Hafenlogistik wird zudem ein EBIT in einer Bandbreite von 180 bis 220 Mio. € angestrebt. Dabei wird in allen Segmenten von einem starken Anstieg ausgegangen.

Für den Teilkonzern Immobilien wird mit einem leicht steigenden Umsatz gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Hinsichtlich des Betriebsergebnisses (EBIT) wird von einem starken Rückgang ausgegangen.

Auf Konzernebene wird ein starker Umsatzanstieg und ein Betriebsergebnis (EBIT) in einer Bandbreite von 195 Mio. € bis 235 Mio. € erwartet.

Erwartete Vermögens- und Finanzlage

Auf Basis der zum 31. Dezember 2024 verfügbaren Liquidität geht die HHLA davon aus, dass die Finanzmittel jederzeit ausreichen werden, um den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Für 2025 wird von Investitionen auf der Konzernebene in einer Bandbreite von 460 bis 510 Mio. ausgegangen. Davon entfallen 420 bis 470 Mio. € auf den Teilkonzern Hafen­logistik.

Es bleibt das Ziel der HHLA, ihre ertragsorientierte Ausschüttungspolitik, die eine Auszahlung zwischen 50 und 70 % des Jahresüberschusses nach Anteilen Dritter als Dividende vorsieht, fortzusetzen.

EBIT
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
Intermodal / Intermodalsysteme
Transport unter Nutzung mehrerer Verkehrsträger (Wasser, Schiene, Straße), der die jeweils spezifischen Vorteile kombiniert.
Investitionen
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie in immaterielle Vermögenswerte
Terminal
In der maritimen Logistik versteht man darunter eine Anlage für den Umschlag von Gütern auf verschiedene Verkehrsträger.

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